Ratgeber Handy

Wird auch genannt: Mobiltelefon, Funktelefon

Handy
sxc.hu
Ein Handy ist ein kleines, tragbares Funktelefon, mit dem in weiten Teilen der Erde schnurlos telefoniert werden kann. Neben Telefonaten lassen sich mit Handys auch Textnachrichten und Multimediadaten senden und empfangen sowie im Internet surfen. Moderne Geräte verfügen über viele weitere Funktionen wie einen eingebauten MP3-Player oder eine integrierte Kamera.

Darauf sollten Verbraucher achten:

Bluetooth

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Bluetooth ermöglicht eine drahtlose Verbindung des Handys mit einem Computer oder anderen mit der Funkschnittstelle ausgestatteten Geräten. So lassen sich Daten ohne lässiges Hantieren mit einem Kabel transferieren. Bluetooth kann über relativ große Entfernungen (bis zu 10 Metern) eingesetzt werden, braucht kein direktes Ausrichten des Senders auf den Empfänger und ist im Vergleich zu einer Infrarot-Übertragung wesentlich schneller.

UMTS

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Durch UMTS lassen sich Daten wesentlich schneller übertragen als im heute vorherrschenden GSM-Netz. Dadurch werden multimediale Dienste wie Surfen im Internet, Videotelefonie und das Herunterladen größerer Datenmengen möglich. Allerdings ist UMTS in Deutschland nach wie vor nicht flächendeckend nutzbar, so dass UMTS-Handys auch im GSM-Netz funken können. Ein flächendeckender Ausbau ist auch nicht geplant.

Bedienbarkeit

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Merkmale wie intuitive Erfassbarkeit der Menüs oder gute Erreichbarkeit der Tasten tauchen in den Produktbeschreibungen selten auf, sind aber für die praktische Tauglichkeit des Handys nicht unerheblich. Mehr Informationen dazu finden sich in Nutzerkommentaren im Internet oder in Testberichten in Fachmedien.

Speicherkapazität

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Wer viele Videos, Musik, Bilder oder Spiele auf seinem Handy speichern möchte, sollte auf eine nicht zu knapp bemessene Speicherkapazität achten. Adresse und Telefonnummern nehmen hingegen kaum Speicherplatz ein, wer hauptsächlich solche Daten im Datenspeicher ablegt, wird kaum an die Kapazitätsgrenzen eines modernen Handys stoßen. Dynamische Speicher passen den Speicherplatz an die Bedürfnisse des Benutzers an; werden zum Beispiel hauptsächlich Spiele auf das Handy gespeichert, wird der für andere Anwendungen reservierte Speicherplatz dafür freigegeben.

Organizer

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Ein Organizer ist ein Kalender, mit dessen Hilfe sich Termine merken und verwalten lassen. Organizer finden sowohl im geschäftlichen wie auch im privaten Bereich Anwendung. Wenn gewünscht, macht eine Erinnerungsfunktion zu einem bestimmten Zeitpunkt auf den nahenden Termin aufmerksam.

Akkulaufzeit

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Die Akkulaufzeit teilt sich in verschiedene Bereiche: Die Sprechzeit bezeichnet die Zeit, die tatsächlich telefoniert wird, die Standby-Zeit den Zeitraum, in dem das Handy nicht benutzt wird - auch dabei verlieren Akkus sukzessiv ihre Energie. Es kann also nicht pauschal beantwortet werden, ob im Zweifel eher zum Handy mit langer Sprechzeit oder Standby-Zeit gegriffen werden sollte. Die Häufigkeit der Benutzung ist hierfür das entscheidende Auswahlkriterium. Verschiedene Akkutypen kommen in Handys zum Einsatz: Nickel-Metall-Hybrid-Akkumulatoren verlieren, wenn sie nicht stets vor dem Aufladen vollständig entleert sind, mit der Zeit an Kapazität. Diese Akkus finden heute allerdings nur noch selten Anwendung. Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus leiden nicht unter diesem Memoryeffekt.

WLAN

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Handys mit WLAN-Funktion können sich in drahtlose Computernetzwerke einbuchen. Über die WLAN-Verbindung kann dann beispielsweise mit dem Handy im Internet gesurft werden, was oft billiger ist als das Surfen via GPRS oder UMTS. Für viele Handys gibt es auch Voice-over-IP-Clients, also Programme, mit denen kostengünstig über das Internet telefoniert werden kann. Dies funktioniert jedoch je nach Handymodell unter Umständen nur mithilfe eines Headsets und nicht über das Mikrofon und den Lautsprecher, die normalerweise zum Telefonieren benutzt werden.

Farbdisplay

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Auch heute noch kommen Handys ohne Farbdisplay auf den Markt - wenn auch nur noch wenige. Wer auf Zusatzfunktionen wie Kamera, MMS-Empfang und grafikorientierte Spiele verzichten kann und einfach nur telefonieren möchte, für den sind reichen Monochrom-Displays in der Regel vollkommen aus.

MP3-Player

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Die Fülle an Abspielfunktionen vieler Handys erreicht häufig die eines typischen MP3-Players: Ordnersystem, sortieren der Titel nach Name oder Interpret, ID3-Tags, Equalizer. An einem wichtigen Punkt sparen viele Hersteller allerdings: am Speicher. Dieser ist häufig deutlich kleiner als 100 Megabyte (ungefähre Faustregel: ein Megabyte = eine Minute Musik) und somit eher für Ab-und-zu-Hörer geeignet. Wer das Handy als vollwertigen Player nutzen will, sollte darauf achten, dass der Speicher aufgerüstet werden kann - etwa durch eine MiniSD-Card, MicroSD-Card oder einen MemoryStick. Wechselspeicher von einem Gigabyte und mehr sind damit kein Problem.

Gehäuseform

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Handys sind in verschiedenen Gehäuseformen erhältlich:

Barrenhandy/Monoblock: klassische Form, das Gerät besteht aus einem Teil mit Zifferntasten, Steuertasten und Display auf einer Seite.

Klapphandy/Folder: das Gerät besteht aus zwei Teilen, die mit einem Schanier verbunden sind. Das Hauptdisplay und die Tasten kommen erst im aufgeklappten Zustand zum Vorschein. Darum ist ein Außendisplay hilfreich um bei geschlossenem Gerät eingegangene Nachrichten oder verpasste Anrufe zu erkennen.

Schiebehandy/Slider: das Gerät besteht aus zwei Teilen, die sich gegeneinander verschieben lassen. Im geschlossenen Zustand sind Display und Steuertasten erreichbar. Die Zahlentasten werden beim Aufschieben frei gelegt.

Dies sind die häufigsten Geräteformen, daneben gibt es noch ausgefallene Formen bei denen z.B. die Tastatur verdreht wird.

EDGE

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Durch den Übertragungsstandard EDGE lässt sich die Datentransfer-Geschwindigkeit eines GSM-Netz erheblich steigern, das Herunterladen von Daten und das Surfen im Internet wird wesentlich komfortabler. Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilobit pro Sekunde lassen sich so erzielen. Damit ist GSM mit EDGE etwa halb so schnell wie (nicht beschleunigtes) UMTS.

E-mail-Client

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Mit einem E-Mail-Client lassen sich E-Mails auch unterwegs empfangen und senden. Auch Dateianhänge wie Bilder oder Videos sind bei manchen Clients möglich.

UMA

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UMA steht für Unlicensed Mobile Access, also den Zugang zu frei verfügbaren Funknetzen. Handys mit UMA-Funktion können somit nicht nur in klassischen Mobilfunknetzen wie GSM, sondern auch in WLAN- oder Bluetooth-Umgebungen genutzt werden. Zwischen WLAN/Bluetooth und GSM sollen laut UMA-Standard Gespräche nahtlos übergeben werden können.

Viewer

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Diese Funktion ermöglicht das Betrachten von Office-Dateien wie Excel- oder Word-Dokumenten. Aber auch PDF- und Zip-Dateien lassen sich häufig mit einem Viewer öffnen.

Kamera

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Kaum ein Handy kommt heute noch ohne Kamera aus. Die Bildqualität kann teilweise mit der von günstigen Digitalkameras mithalten. Wenn die aufgenommenen Bilder lediglich im Postkartenformat gedruckt werden sollen, kann schon eine Auflösung von einem Megapixel gute Ergebnisse erzielen. Wer höhere Ansprüche hat (etwa bis zum Format 13 cm x 18 cm), greift zum 3- oder gar 5-Megapixel-Handy. Nicht nur auf die Auflösung kommt es an: Handys nähern sich immer mehr "echten" Digitalkameras an, bieten heute zum Teil Autofokus, optischen Zoom, Blitz und reduzierte Aufnahmeverzögerung (lange ein besonderer Schwachpunkt bei der Handy-Fotografie). In manchen Unternehmen ist die Nutzung von Kamerahandys verboten, da damit geheime Unterlagen abfotografiert werden könnten. Manche Business-Handys verzichten daher bewusst auf Kameras.

HSDPA

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HSDPA beschleunigt den für Internetverhältnisse ohnehin relativ schnellen Übertragungsstandard UMTS noch einmal deutlich: Schon heute steigert HSDPA die Übertragungsraten um das Fünffache, für die Zukunft ist eine weitere Verdoppelung dieses Wertes geplant. HSDPA macht sich für jene bezahlt, die mit ihrem UMTS-Handy häufig im Internet surfen und dabei größere Datenmengen herunterladen.

DMB

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DMB-fähige Handy können Fernsehen und digitales Radio auf dem Handy empfangen. Derzeit können Handybesitzer in einigen Großstädten bereits Fernsehen per DMB empfangen - vorausgesetzt sie verfügen über ein entsprechend ausgestattetes Handy und einen entsprechenden Vertrag mit ihrem Mobilfunkanbieter.

WAP-Funktion

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WAP ist eine Art schlankes Internet, das auch bei niedrigen Übertragungsraten eingesetzt werden kann und über das Klingeltöne und Spiele herunterladen, aber auch Nachrichten und Informationen wie Zugverbindungen abgerufen werden können. Viele Anbieter stellen dafür ein speziell für WAP optimiertes Angebot bereit.

Radio

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Radios sind ein eigenständiger Bestandteil des Handys. Zum Empfang muss allerdings ein Headset ins Handy gesteckt werden, das als Antenne dient. Unterstützt das Radio RDS, können abhängig vom Radiosender Informationen wie zum Beispiel Songtitel, Interpret, Nachrichten oder Sport-Zwischenstände während des Hörens auf dem Handydisplay eingeblendet werden.

Quadband

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Handys, die Quadband unterstützen, können neben Europa auch in den USA und in weiten Teilen der übrigen Welt eingesetzt werden. Triband-Handys hingegen können zwar auch in den USA eingesetzt werden, die zunehmende Nutzung eines zusätzlichen Frequenzbands der Netzbetreiber dort erfordert aber immer häufiger den Einsatz von Quadband-Handys

MMS

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MMS ist eine Weiterentwicklung der SMS-Nachricht. Neben Text lassen sich mit MMS auch Bilder, Musik oder kleine Videos senden. Die meisten Handys unterstützen inzwischen diese Funktion.

Videotelefonie

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Videotelefonie ermöglicht einen Sichtkontakt mit dem Gesprächspartner. Hierfür ist neben der üblichen, eine weitere, weniger leistungsstarke Kamera ins Handy eingebaut.

Infrarot

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Mit der Infrarot-Technik lassen sich Daten vom Handy schnurlos auf andere Geräte mit der entsprechenden Schnittstelle übertragen. Allerdings muss die Distanz zwischen beiden Geräten relativ kurz sein, damit eine ungestörte Verbindung gewährleistet ist. Außerdem sind Infrarot-Verbindungen im Vergleich zu Bluetooth-Übertragungen deutlich langsamer.

Push-to-talk

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Push-to-talk ist ein der Benutzung eines Walkie-Talkies nachempfundener Handy-Dienst. Während des Drückens einer Taste können einem oder mehreren Empfängern Sprachnachrichten übermittelt werden. Die Verbindung wird aber nur in eine Richtung aufgebaut: Zum Antworten muss der Empfänger nach Beendigung der Nachricht durch Druck auf seine "Pust-to-talk"-Taste eine neue Verbindung aufbauen. Die Übertragungskosten liegen unterhalb der Kosten für ein normales Handygespräch.

DVB-H

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Der DVB-H-Standard ist ein für die mobile Nutzung abgespeckte Version von DVB-T, dem digitalen terrestrischen Fernsehen. Künftig sollen Handys per DVB-H Fernsehen empfangen können. Während zwar schon DVB-H-fähige Handys auf dem Markt sind, läuft das Handyfernsehen gemäß dieses Standards in Deutschland nur regional im Testbetrieb. Per DMB dagegen wird in Ballungsgebieten bereits gesendet (sieh DMB)

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