Ratgeber Waschmaschine
Wird auch genannt: Waschautomat, Vollwaschautomat
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Darauf sollten Verbraucher achten:
Waschwirkung
Auf dem EU-Label, mit dem Hersteller ihre Waschmaschinen auszeichnen müssen, wird die Waschwirkung einer Maschine sieben Klassen von A (gut) bis G (schlecht) zugeordnet. Moderne Maschinen haben eigentlich immer A - daher ist es sinnvoll, auch Testberichte zu Rate zu ziehen, um die Waschwirkungen genauer vergleichen zu können.
Geräuschpegel
Eine Waschmaschine kann vor allem beim Schleudern einen lauten und störenden Geräuschpegel entwickeln: Wie laut eine Waschmaschine ist, steht auf dem EU-Label: Dort wird die Lautstärke in Dezibel (dB) angegeben.
Energieverbrauch
Moderne Waschmaschinen brauchen immer weniger Strom. Bezogen auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 Jahren kann sich der Kauf eines besonders energieeffizienten Geräts trotz allenfalls höherem Ankaufspreis lohnen. Es gibt sieben Energieeffizienzklassen, die mit den Buchstaben von "A" bis "G" bezeichnet sind. "A" steht für einen besonders niedrigen Stromverbrauch, "G" für einen sehr hohen.
Inzwischen erfüllen die meisten Geräte die Anforderungen, um in die höchste Energieeffizienzklasse eingeordnet zu werden. Verbraucher sollten daher die exakten Werte für den Verbrauch ansehen: Auf dem vorgeschriebene EU-Label findet sich der Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) für einen Waschgang mit einem 60-Grad-Programm für Baumwolle. Wer weitere Werte vergleichen will, sollte Testberichte lesen.
Wasserverbrauch
Auf dem vorgeschriebenen EU-Label geben die Hersteller den Wasserverbrauch ihres Gerätes in Litern bei einem 60-Grad-Waschgang bei einer bestimmten Beladung an. Wer weitere Verbrauchswerte bei anderen Programmen vergleichen will, sollte Testberichte konsultieren. Wer Wasser sparen will, sollte auf jeden Fall ein Gerät mit Mengenautomatik kaufen.
Dauerbelastbarkeit
Die Bauteile Waschmaschinen sind großen Belastungen ausgesetzt. Ob die Hersteller qualitativ hochwertige Komponenten verbaut haben, zeigt sich meist erst nach einigen Jahren. Für aufwändige Testberichte lassen Journalisten Maschinen im Dauerbetrieb laufen: Dadurch lässt sich in etwa absehen, wie lange ein Gerät in der Regel bei normaler Verwendung halten wird und welche Geräte qualitativ minderwertig sind.
Mengenautomatik
Waschmaschinen, die mit Mengenautomatik ausgestattet sind, erkennen automatisch, wie viel Wäsche sie "geladen" haben, und passen die benötigte Wassermenge automatisch an. Eine Entlastung für die Umwelt und Kostenersparnis aufgrund geringeren Wasserverbrauchs.
Wasser-Stop
Der Begriff "Wasser-Stopp" wird von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich eingesetzt. Aqua-Stop ist nicht immer gleich Aqua-Stop!
Bei Geräten einiger Hersteller liegt der Hauptnutzen des Wasser-Stopps ("Aqua-Stop") darin, dass der Zulaufschlauch nur dann dem Wasserdruck aus der Wasserleitung ausgesetzt wird, wenn das Gerät gerade Wasser benötigt. Ein Platzen des Zulaufschlauches wird als solches nicht erkannt. Statt dessen wird das Gerät nach einer besteimmten Zeit feststellen, dass eine benötigte Wassermenge im Geräte nicht angekommen ist, woraufhin das Zulaufventil am Wasserhahn wieder verriegelt wird (Normalzustand).
Bei einigen Herstellern wird der Begriff "Aqua-Stop" für Geräte verwendet, obwohl keinerlei aktives Wasserschutzsystem eingebaut wurde.
Neben dem Begriff "Wasser-Stopp" / "Aqua-Stop" wird man oft auch den Begriff "Aqua-Stop-Schlauch" finden. Hier handelt es sich um einen abgesicherten Zulaufschlauch. Diese Art von Schläuchen kann man bei fast allen Geräten im Zweifel nachrüsten. Der Zulaufschlauch ist solange dem Wasserdruck ausgesetzt, wie der Wasserhahn geöffnet ist - was die Regel zu sein scheint.
Was leider kein Wasserschutz-System der Welt kann, ist auf einen defekten Ablaufschlauch zu reagieren.
Umwuchtkontrolle
Eine elektronische Steuerung unterbricht das Schleudern von Maschinen mit Umwuchtkontrolle, wenn sich die Wäsche ungünstig in der Trommel verteilt haben sollte und startet den Schleudervorgang erst wieder, wenn sich die Wäsche wieder verteilt hat. Das reduziert den Geräuschpegel der Maschine, schont die mechanischen Bauteile und sorgt für einen sicheren Stand der schleudernden Maschine.
Schleuderwirkung
Die Schleuderleistung einer Waschmaschine wird mit den Buchstaben von "A" bis "G" klassifiziert. "A" bedeutet eine sehr gute Schleuderleistung, "G" eine besonders geringe. Die Einteilung der Klassen bei Schleuderwirkung richtet sich nach dem Entwässerungsgrad bzw. der Restfeuchte (siehe entsprechendes Produktmerkmal).
Sparprogramme
Sparprogramme ermöglichen eine Einsparung des Stromverbrauchs durch niedrigere Waschtemperaturen bei gleichzeitiger Verlängerung der Waschzeit. Sie können in einzelnen Fällen nützlich sein.
Entwässerungsgrad/Restfeuchte
Ein Entwässerungsgrad von 100 Prozent bedeutet, dass in einem Kilogramm Wäsche (Trockengewicht) nach dem Schleudern noch ein Kilogramm Wasser gebunden ist. Je kleiner der Entwässerungsgrad, desto weniger feucht ist die Wäsche und desto schneller trocknet sie. Der Entwässerungsgrad wird durch die Schleuderleistung der Maschine bestimmt. Das Schleuderresultat hängt von der Anzahl der Umdrehungen, der Geometrie der Wäschetrommel und der Schleuderdauer ab. Wäsche mit weniger Restfeuchte trocknet schneller. Auf dem Entwässerungsgrad bzw. der Restfeuchte basiert die Einordnung in die Klassen für die Schleuderwirkung.
Frontlader/Toplader
Bei einer Frontlader-Waschmaschine wird die Wäsche durch eine Tür an der Frontseite in die Trommel gegeben. Das Befüllen und Entladen der Maschine erfolgt etwa auf Kniehöhe. Es werden verschiedene Abmessungen und Bauformen angeboten, die den räumlichen Verhältnissen entgegenkommen.
Bei einer Toplader-Waschmaschine wird die Wäsche von oben in die Trommel gegeben. Das hat den Vorteil, dass Toplader-Maschinen auch in einer beengten Umgebung eingesetzt werden können. Allerdings gestaltet sich das Entnehmen der Wäsche bei Topladern als recht unbequem bzw. für gebrechliche Personen teilweise als unmöglich.
Funktionsgleiche Toploader-Maschinen sind im Vergleich zu Frontloadern immer etwas teurer.
Schleuderdrehzahl
Die Schleuderdrehzahl, oft auch als Touren bezeichnet, wird in Umdrehungen pro Minute angegeben und liegt heute etwa zwischen 1000 und 1600. Von der Höhe der Schleuderdrehzahl ist abhängig, wie trocken die Wäsche nach dem Waschen aus der Maschine kommt. Allerdings lässt sich nicht ohne weiteres von der maximalen Schleuderdrehzahl auf den Trocknungsgrad der Wäsche schließen, da in Praxis oft mit weniger Umdrehungen geschleudert wird. Außerdem bedeutet eine hohe Schleuderzahl auch, dass die Wäsche in der Maschine mehr verknittert. Auch die Geometrie der Wäschetrommel und die Schleuderdauer beeinflussen das Schleuderresultat. Deshalb ist die gemessene Restfeuchte respektive der Entwässerungsgrad (siehe entsprechendes Produktmerkmal) aussagekräftiger als die Schleuderdrehzahl.
Dosierautomatik
Eine Dosierautomatik sorgt dafür, dass immer die richtige Menge Waschmittel und Weichspüler verwendet wird. Das verhindert Rückstände auf der Wäsche bei Überdosierung und schont die Umwelt.
Fassungsvermögen
Das Fassungsvermögen (Füllgewicht) der Waschmaschinen wird in Kilogramm (kg) Trockenwäsche angegeben.Das maximale Fassungsvermögen hängt auch immer vom zu waschenden Gewebe ab. Die von den Herstellern angegebenen Werte beziehen sich immer auf Textilien für das Waschprogramm Buntwäsche, 60°C, welches auch für die Messung der Normverbräuche (Wasser und Elektroenergie) verwendet wird.
Kriterien für die richtige Füllmenge sind die Haushaltsgrösse und der wöchentliche Wäscheanfall. Richtwerte sind:
Einfamilienhäuser, Wohnungen
1-3 Personen: 3-4 kg
4-5 Personen: 4-5 kg
6 und mehr Personen: 5-6 kg Füllmenge
Die Hersteller raten, das zulässige Fassungsvermögen nicht zu überschreiten, um mechanische Schäden an Trommel und Antrieb zu vermeiden.
Restzeitanzeige
Eine Waschmaschine braucht für den Waschvorgang je nach Programm mehrere Stunden. Dank einer Restzeitanzeige zeigt an, wie lange das Gerät noch läuft.
Pflegeleicht-Programme
Pflegeleicht- , Feinwasch-, Wollwasch- und Handwaschprogramme tragen dem stärkeren Einsatz von Kunststofffasern Rechnung und waschen auch feine Textilien aus Wolle oder Seide schonend.
Niveauschalter-Kontrolle
Der Niveauschalter verhindert, dass das Wasser in der Trommel überläuft, in dem er den Zulauf rechtzeitig abstellt. Eine Waschmaschine sollte über eine Funktion verfügen, die bei defektem Niveauschalter automatisch den Zulauf abstellt.
Zusatzprogramme
Zusatzprogramme dienen dazu, den Wasch- und Spülprozess weiter zu optimieren. So können etwa Vorwäsche, Einweichen, erhöhter Wasserstand (z.B. für Wolle), weitere Spülgänge, Spülstopp oder eine andere Temperatur zusätzlich zum Hauptprogramm eingestellt werden. Nützlich ist auch eine Schnellgangtaste, durch die einzelne Programmschritte separat abrufbar sind.
Doppelwandiger Zulaufschlauch
Waschmaschinen mit doppelwandigem Zulaufschlauch sind besonder sicher gegen Lecks im Schlauch: Bildet sich eine undichte Stelle im inneren Schlauch, sammelt sich das Wasser zwischen den beiden Schlauchwänden: Ein Blockventil verschließt dann den Zulauf direkt am Wasserhahn. Solche Schläuche lassen sich auch nachrüsten.
Die Zulaufschläuche werden auch "Aqua-Stop-Schlauch" oder Sicherheitszulaufschlauch genannt.
Startzeitvorwahl
Bei vielen Waschmaschinen kann man eine Zeit einstellen, an der die Maschine mit dem Waschen beginnen soll. So kann man zum Beispiel dafür sorgen, dass die Maschine erst zu laufen beginnt, wenn die Nachbarn nicht gestört werden. Manche Geräte verfügen stattdessen oder zusätzlich über ein einstellbares Waschzeitende (siehe entsprechendes Produktmerkmal).
Bodenwanne
Kommt es zu einem Leck in der Waschmaschine, kann zumindest ein Teil des Wassers in einer Bodenwanne aufgefangen werden. Idealerweise sollte der Wasserstand in der Bodenwanne gemessenen werden, so dass im Pannenfall automatisch die Waschmaschine deaktiviert wird. Verfügen Waschmaschinen nicht über eine Bodenwanne, läuft das Wasser sofort auf den Boden.
Waschzeitende einstellbar
Einige Waschmaschinen kann man so programmieren, dass die Maschine rechtzeitig mit dem Waschvorgang beginnt, um genau zum eingestellten Zeitpunkt fertig zu sein. So kann man zum Beispiel dafür sorgen, dass die Waschmaschine genau dann fertig ist, wenn man von der Arbeit zurückkehrt. Einige Geräte verfügen stattdessen oder zusätzlich über eine Startzeitvorwahl.
Türanschlag
Frontlader (siehe Produktmerkmal Frontlader/Toplader) gibt es mit Türanschlägen auf der rechten und auf der linken Seite: Je nachdem, wo die Maschine aufgestellt werden soll, kann es wichtig sein, das zu beachten, damit die Tür beim Entladen und Befüllen nicht im Weg ist.
Trommel-Innenbeleuchtung
Gerade in dunklen Kellerräumen kann eine Innenbeleuchtung der Trommel sinnvoll sein - meist findet sich dieses Feature aber nur bei sehr teuren Geräten.
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Neue Diskussionen
wieviel platz muss zwischen der wand und der waschmaschine sein?
schrieb ein Gast am 05.11.2011 um 19.57 UhrWer kennt einen Waschmaschinen-Konfigurator
schrieb Kla_He
am 10.07.2011 um 15.07 Uhr
Wie breit muss der Platz sein, um eine Waschmaschine mit Frontlader aufzustellen?
schrieb ein Gast am 22.12.2010 um 19.31 Uhr- Aktuelle Version mit letzter Version vergleichen
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Letzte Änderungen im Ratgeber
- Version 17 - 01.07.2011 01:07 Uhr, 38.107.179.213 (nicht freigeschaltet)
- Ratgebermerkmal "Bodenwanne" bearbeitet
- Ratgebermerkmal "Trommel-Innenbeleuchtung" bearbeitet
- Ratgebermerkmal "Waschzeitende einstellbar" bearbeitet

