Ratgeber Private Rentenversicherung
Eine private Rentenversicherung können Verbraucher zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung abschließen: Während ihrer Berufstätigkeit zahlen sie regelmäßig ihren Wünschen entsprechend hohe Raten. Im Rentenalter zahlt die Versicherung ihre verzinsten Einzahlungen nicht auf einen Schlag, sondern als zusätzliche Rente auf Lebenszeit aus. Vorteile der Privaten Rentenversicherung sind, dass die Versicherten mit einer garantierten Rente planen können, die bei der Auszahlung nur mit 18 Prozent besteuert wird. Die Anlageform ist allerdings nur für Sparer interessant, die langfristig die Beiträge zahlen können: Sparer machen Verluste, wenn sie frühzeitig aus dem Vertrag aussteigen wollen oder ihre Beiträge reduzieren müssen. Zudem ist die Rendite vergleichsweise gering.
Darauf sollten Verbraucher achten:
Höhe der Rente
Zusätzlich macht das Unternehmen aber auch noch Angaben über eine prognostizierte Rente: Denn je nachdem wie erfolgreich die Versicherung mit den Beiträgen wirtschaftet, zahlt das Unternehmen zusätzlich zur garantierten Rente ein Überschuss-Rente. Je nach Versicherung können das Zuschläge von 50 Prozent und mehr auf die garantierte Rente sein. Allerdings sind die Anbieter nicht an ihre Prognosen für die Überschüsse gebunden.
In der Vergangenheit hat sich sogar gezeigt, dass sie ihre Prognosen eher nach unten revidieren müssen: Weil die Lebenserwartung der Kunden kontinuierlich steigt, müssen die Versicherungsunternehmen die Rentenzahlungen länger als erwartet erbringen und zahlen daher pro Monat pro Kunde weniger aus. Verbraucher sollten daher in erster Linie auf die Höhe der garantierten Rente achten.
Höhe der Beiträge
Allerdings sollte der Betrag nicht zu hoch gewählt werden: Wenn Versicherte die Summen nicht mehr bezahlen können oder die Höhe später reduzieren müssen, machen sie Verluste. Denn die Abschlusskosten sind bei privaten Rentenversicherungen relativ hoch und errechnen sich aus dem ursprünglich angestrebten kompletten Sparbetrag. Der Versicherer zieht die Kosten auf mehrere Jahre verteilt von den Sparbeträgen ab. Zahlt der Kunde weniger ein, als ursprünglich beabsichtigt, ändert sich dadurch nichts an den Kosten - eine Rückerstattung findet nicht statt.
Einige Versicherer bieten den Kunden Verträge an, bei denen die Beiträge kontinuierlich (dynamisch) steigen - passend zum in der Regel ebenfalls steigenden Gehalt. Davon ist aber eher abzuraten: Meistens berechnen die Versicherungen für jede Erhöhung zusätzliche Gebühren. Wer tatsächlich mehr und mehr verdient, kann das Geld auch anders anlegen.
Rückkaufwerte / Gebühren
Denn im Vergleich zu anderen Altersvorsorge-Produkten verlangen die Anbieter bei privaten Rentenversicherungen relativ hohe Abschlussgebühren. Diese werden in den ersten Jahren von dem Rentenkonto abgebucht und schmälern die Rendite. Versicherte sollten sich daher vor Abschluss erkundigen, wie hoch die Gebühren und die Rückkaufwerte in den ersten Jahren sind.
Monatliche / jährliche Zahlung
Sofort beginnende Rente
- Aufgeschobene Rente: Wer noch einige Jahre im Berufsleben vor sich hat, zahlt über viele Jahre monatlich oder jährliche Beiträge an die Versicherung: Er bekommt dann seine Rente ausbezahlt, wenn er in den Ruhestand geht.
- Sofort beginnende Rente: Rentner können auch noch eine private Rentenversicherung abschließen. Dafür müssen sie die Beiträge als Einmalzahlung einzahlen. Dazu können sie zum Beispiel die Versicherungssumme verwenden, die ihre Kapitallebensversicherung ausgezahlt hat. Das kann sich vor allem für gesunde Rentner lohnen, die erwarten können, noch lang zu leben.
Rentengarantiezeit
Um dieses Risiko zu minimieren, gibt es die Möglichkeit mit der Versicherung eine Rentengarantiezeit zu vereinbaren - meist gelten Fristen von fünf oder zehn Jahren. Wenn der Versicherte vor Ablauf der Rentengarantiezeit stirbt, zahlt die Versicherung die Rente bis zum Ablauf der Frist an die Hinterbliebenen. Grundsätzlich gilt: Je länger die Rentengarantiezeit ist, desto größere Einbußen bei der garantierten Rente müssen Verbraucher in Kauf nehmen.
Prämienrückgewähr
Kapitalwahlrecht
Berufsunfähigkeitsschutz
Auszahlung konstant/ dynamisch
Bei einer konstanten Gewinnrente gibt es von Anfang an den vollen Überschuss - die Startrente ist daher höher. Kunden gehen allerdings das Risiko ein, dass die Versicherung ihre Rente kürzt, wenn die Ertragslage sich verschlechtert.
Lassen sich Kunden ihr Geld dagegen dynamisch auszahlen, ist die Rente zu Beginn niedriger ¿ steigt aber nach und nach. Ist ein Rentenniveau einmal erreicht, ist es dem Kunden fortan sicher. Verschlechtert sich die Lage der Versicherung, kann das Unternehmen schlimmstenfalls Erhöhungen streichen. Das erhöht die Sicherheit für die Kunden.
Abrufoption / Aufschuboption
Noch Fragen? konsumo-Experten helfen im Forum!
AnzeigenDiskutieren Sie mit! 
Neue Diskussionen
Ist mein Arbeitgeber zur betrieblichen Altersvorsorge verpflichtet?
schrieb ign8
am 08.12.2009 um 16.54 Uhr
- Aktuelle Version mit letzter Version vergleichen
- Alle Versionen anzeigen
- Hier können Autoren über den Ratgeber diskutieren
Letzte Änderungen im Ratgeber
- Version 4 - 16.12.2008 00:12 Uhr, Markisenhändler

- Ratgebermerkmal "Auszahlung konstant/ dynamisch" hinzugefügt

