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Ratgeber Hamster

Hamster sind kleine Nagetiere mit dichtem Fell, kurzen Beinen und kurzem Schwanz, die oft als Haustiere gehalten werden. Sie werden durchschnittlich zwischen zwei und vier Jahre alt. Hamster sind in der Regel Einzelgänger und sollten alleine gehalten werden. Da sie nachtaktiv sind, selten richtig handzahm werden und durch ihre geringe Körpergröße leicht verletzbar sind, werden sie nicht als Spielgefährten für kleine Kinder empfohlen. Da Hamster viel Bewegung brauchen und gerne klettern, sollte der Käfig mindestens 100 Zentimeter (cm) lang, 50 cm breit und 50 cm hoch sein. Hamster benötigen als Nahrungsgrundlage typisches Nagerfutter, also Körner oder Pellets. Zusätzlich sollten Besitzer ihnen alle zwei Tage Frischfutter reichen.

Darauf sollten Verbraucher achten:

Arten

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Es gibt unzählige Hamsterarten in unterschiedlichen Fell- und Farbvariationen. Hamster, die für die Heimhaltung geeignet sind, lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: die Mittelhamster und die Zwerghamster.

Mittelhamster

Mittelhamster werden zwischen 15 und 18 Zentimeter groß und wiegen 80 bis 130 Gramm. Alle mittelgroßen Hamster, die als Haustiere gehalten werden, gehören in die Gruppe der syrischen Goldhamster. Diese gehören zu den meist verbreiteten unter allen Hamstergattungen. Sie sind dem Menschen gegenüber in der Regel recht friedlich eingestellt. Anderen Artgenossen gegenüber verhalten sie sich jedoch sehr aggressiv, weshalb sie unbedingt einzeln gehalten werden sollten. Zu den gängigsten Farb- und Fellvarianten gehören:

  • Wildfarbene Goldhamster: Er gilt als die Standardform unter den syrischen Goldhamstern. Er ist goldfarben und hat einen weißen Bauch.
  • Einfarbige Goldhamster: Die bekanntesten einfarbigen Goldhamster sind die beigefarbenen Goldhamster. Sie sind gleichmäßig beige und zum Unterbauch hin etwas heller gefärbt.
  • Mehrfarbige Goldhamster: Sie haben mehrere Farben in Form von Schecken, Streifen oder Flecken.
  • Teddy-Goldhamster oder Angora-Goldhamster: Sie haben ein plüschigeres und teilweise längeres Fell als andere Goldhamsterarten. Manchmal ist das Fell am Hinterteil der Tiere auch länger als das auf dem Rücken. Damit sich das Fell nicht verknotet, sollten sie regelmäßig gebürstet werden.
  • Satin-Goldhamster: Sie haben ein kurzes, seidig schimmerndes Fell und können in unterschiedlichen Farben und Musterungen gekauft werden.

Zwerghamster

Zwerghamster sind kleiner und flinker als Mittelhamster. Bei der Anschaffung sollte man auf jeden Fall berücksichtigen, dass die zierlichen Tiere daher nicht unbedingt zum Herausnehmen und Spielen geeignet sind. Auch sollte man sie nicht frei in der Wohnung laufen lassen. Zwerghamster unterteilen sich in zwei Gattungen, in lang- und kurzschwänzig:

  • Langschwanz-Zwerghamster: Zu den Langschwanz-Zwerghamstern zählt der Chinesische Zwerg- oder Streifenhamster. Mit einer Körperlänge von 10 bis 14 Zentimetern ist er etwas größer als die anderen Zwerghamster. Hinzu kommt ein bis zu 2,5 Zentimeter langer Schwanz, den der Chinesische Zwerghamster zum Greifen beim Klettern nutzt. In der Regel haben diese Hamster eine graue bis bräunliche Färbung und einen dunkelfarbigen Strich auf dem Rücken.
  • Kurzschwanz-Zwerghamster: Kurzschwanz-Zwerghamstern haben einen etwa sechs Millimeter langen Schwanz, der nicht aus dem Fell herausragt. Zu dieser Gattung gehören:
  • Dsungaren-Goldhamster: Sie haben ein dichtes, seidiges Fell, sind meistens grau mit einer dünnen schwarzen Linie auf dem Rücken. Da sie etwas handzahmer werden als andere Zwerghamster, gelten sie als recht beliebte Haustiere.
  • Campbell-Zwerghamster: Sie bieten mitunter die abwechslungsreichsten Farbtöne unter den Zwerghamstern. Vor allem die Campbell-Weibchen gelten als recht angriffslustig und lassen sich nicht gerne anfassen.
  • Roborowski-Zwerghamster: Mit einer Körpergröße von etwa sieben Zentimetern sind sie die kleinsten und quirligsten Hamster überhaupt. Da sie meist nicht sehr handzahm werden, sind sie ähnlich wie die Campbell-Zwerghamster fast nur zum Beobachten geeignet.

Gesundheit

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Beim Kauf von Hamstern ist es vor allem wichtig darauf zu achten, dass die Tiere gesund sind. Kranke Hamster erkennt man an folgenden Anzeichen:

  • die Augen sind wässrig oder entzündet
  • der Hamster humpelt oder stolpert durch den Käfig und kann sein Gleichgewicht nicht halten
  • die Nase wirkt nass, der Hamster niest häufig oder macht Geräusche beim Atmen
  • das Fell ist struppig und die Haut schuppt
  • das Tier sitzt bewegungslos in der Ecke, frisst und trinkt nicht
  • das Fell um die Afterregion ist nass oder verklebt
Verbraucher sollten einen Hamster wählen, dessen Fell leicht glänzend aussieht, dessen Augen nicht verklebt sind und der neugierig die Umgebung erkundigt. Wenn man dies beachtet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man einen gesunden Hamster erhält.

Heim / Züchter / Zoofachhandel

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Je nach Vorlieben des zukünftigen Besitzers gibt es verschiedene Anschaffungsmöglichkeiten für Hamster:

Tierheim

Im Tierheim werden alle Tiere gründlich untersucht bevor sie abgegeben werden. Hamster aus dem Tierheim sind also nur in Ausnahmefällen krank. Dort bekommt der Hamster-Käufer oftmals auch Rassetiere und so genannte Unfallzuchten (Jungtiere von ungeplanten Schwangerschaften), die erst einige Wochen alt sind. Ein Hamster aus dem Tierheim kostet etwa fünf Euro.

Züchter

Wer einen Hamster einer bestimmten Rasse oder Farbvariante sucht, kann sich an einen Züchter wenden. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Zoofachgeschäften, bieten diese nämlich häufig auch exotischere Rassen an. Gute Züchter sind daran zu erkennen, dass sie dem Kunden eine vernünftige Beratung bieten, das heißt, über Fachwissen verfügen und alle Fragen geduldig beantworten. Außerdem sollten sie den Kunden die Möglichkeit einräumen, sich die Gehege anzusehen. Diese sollten sauber sein und die Hamster sollten genügend Platz zum Auslauf sowie viele Versteckmöglichkeiten haben. Auch wichtig ist, dass Züchter ihre Hamster nach Geschlechtern getrennt halten, um Schwangerschaften und Rivalitätskämpfe zu vermeiden. Nur bei speziellen Zuchtvarianten bezahlt man für einen Hamster bei einem Züchter mehr Geld als im Tierheim oder dem Zoofachhandel. Der Vorteil des Kaufs beim Züchters ist, dass die Tiere dort normalerweise bereits den Kontakt zum Menschen gewöhnt sind und meistens bessere Auslaufmöglichkeiten haben als im Zoogeschäft.

Zoofachhandel

Auch im Zoofachhandel bekommen Tierfreunde Hamster. Dabei ist ebenfalls auf eine gute Beratung, saubere Käfige und die Geschlechtertrennung der Hamster zu achten. Auch sollte den Hamstern dort ein Schlafhäuschen zur Verfügung stehen. Teilweise werden diese im Zoofachhandel nämlich den Tieren vorenthalten, damit Besucher sie auch tagsüber sehen können. In Zoogeschäften kann der Hamster im Vergleich zum Tierheim teurer sein (ab etwa zehn Euro).

Alter

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Egal wo Interessenten ihren Hamster kaufen, sollte dieser zum Zeitpunkt der Anschaffung auf jeden Fall älter als vier bis fünf Wochen sein. Jüngere Hamster werden nämlich noch von der Mutter gesäugt und müssen das richtige Sozialverhalten erst erlernen. Ein Jungtier erkennen Käufer am einfachsten an seiner Größe: Mit vier Wochen hat ein Hamster etwa die Hälfte seiner Körpergröße (bei einem Mittelhamster etwa acht cm) erreicht und bewegt sich bereits völlig selbstständig. Dann kann er bedenkenlos von der Mutter getrennt werden. Wer möglichst lange etwas von seinem Haustier haben möchte, sollte aufgrund der kurzen Lebenserwartung von Hamstern beim Kauf darauf achten, dass die Tiere möglichst nicht zu alt sind.

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