Ratgeber Kapitallebensversicherung
Wird auch genannt: Gemischte Lebensversicherung
Eine Kapitallebensversicherung ist in aller Regel eine gemischte Lebensversicherung, die den Todes- und den Erlebensfall finanziell absichert. Stirbt der Versicherte vor dem festgelegten Alter der Auszahlung, erhalten der oder die Begünstigten eine festgelegte Versicherungssumme. In der Regel tritt der Erlebensfall ein, so dass die für den Erlebensfall festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt wird. (Die Kapitallebensversicherung ist in aller Regel eine Kombination aus Risiko- und Kapital bildender Lebensversicherung. Für Details zum Thema Risikolebensversicherung, siehe entsprechender Artikel.)
Darauf sollten Verbraucher achten:
Versicherungssumme
Die Versicherungssumme setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, beziehungsweise hängt von verschiedenen Kriterien ab, die sich von Versicherung zu Versicherung unterscheiden. Es gilt jedoch: Je höher die Beiträge, die eingezahlt werden, und je länger die Laufzeit der Versicherung, desto höher wird die Versicherungssumme.
Aus der Summe der Beiträge und den darauf angesetzten Zinsen ergibt sich nach der Laufzeit die Mindestversicherungssumme. Die faktisch ausgezahlte Versicherungssumme ist in aller Regel jedoch höher als die Mindestversicherungssumme, da der Versicherte am Gewinn der Versicherung beteiligt wird (Überschussbeteiligung bzw. Schlussgewinnbeteiligung).
Die ausgezahlte Versicherungssumme kann von Versicherung zu Versicherung durchaus stark variieren. Vor dem Abschließen einer Kapitallebensversicherung sollte sich der Verbraucher zum Beispiel in Finanztests über verschiedene Versicherungen informieren und unbedingt Versicherungen untereinander vergleichen.
Laufzeit
Laufzeiten für die Todesfallabsicherung sind von den Lebensversicherern begrenzt und nicht völlig frei wählbar. Das steht im Gegensatz zu der Laufzeit, die für den Kapital bildenden Teil der Lebensversicherung gilt. Die ist frei wählbar - man könnte theoretisch auch festlegen, dass die Lebensversicherung erst im Alter von 100 Jahren ausgezahlt werden soll.
Überschussbeteiligung
Das Gesetz schreibt vor, dass der Versicherte angemessen an den Überschüssen beteiligt wird. Das Wort "angemessen" ist unbestimmt. Für die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgabe sorgt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Garantieverzinsung
Höhe der Beiträge
Rückkaufwert
Bei allen Versicherungen ist gleich: Kündigt man seine Kapitallebensversicherung vor dem eigentlichen Laufzeitende, macht man Verluste - daher ist von einer Kündigung, wenn möglich, immer abzuraten. Muss die Kapitallebensversicherung, zum Beispiel wegen finanzieller Engpässe, gekündigt werden, ist es ratsam sie nach möglichst langer Laufzeit zu kündigen, weil dadurch die Verluste minimiert werden.
Verbundene Leben
Direktversicherungen
Auszahlung als Rente
Wichtig: Wer sich sein Geld gerne als Rente auszahlen lassen möchte, muss nicht unbedingt eine entsprechende Kapitallebensversicherung abschließen. Es ist auch möglich, mit der komplett ausgezahlten Summe eine Private Rentenversicherung abzuschließen.
Weitere Informationen unter:
Noch Fragen? konsumo-Experten helfen im Forum!
AnzeigenDiskutieren Sie mit! 
Neue Diskussionen
Gleichbleibende Krankenkassenbeiträge nach Auszahlung der Direktversicherung
schrieb sorgenfrei
am 23.02.2010 um 11.22 Uhr
Direktlebensversicherung: Krankenkassenbeiträge für Erträge
schrieb ein Gast am 08.02.2010 um 16.12 Uhr
Krankenkassenbeitrag nachzahlen bei Auszahlung LV-Direktversicherung
schrieb ein Gast am 16.01.2010 um 14.07 Uhr- Aktuelle Version mit letzter Version vergleichen
- Alle Versionen anzeigen
- Hier können Autoren über den Ratgeber diskutieren


