Ratgeber Arbeitsplatte

Wird auch genannt: Küchenarbeitsplatte

Arbeitsplatte
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Eine Arbeitsplatte bildet die Arbeitsfläche in der Küche, in die zumeist Spülbecken oder Einbauherde eingelassen werden. Beim Kauf einer kompletten Küche ist die Arbeitsplatte in der Regel im Paket enthalten. Wer seine Küche individuell plant, hat eine große Auswahl: Arbeitsplatten lassen sich aus sehr vielen verschiedenen Materialien individuell anfertigen und so in jede Küche einpassen.

Darauf sollten Verbraucher achten:

Material

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Bei der Auswahl der Arbeitsplatte spielt das Material eine große Rolle, weil es wichtige Eigenschaften wie die Hitzebeständigkeit oder die Kratzerempfindlichkeit maßgeblich beeinflusst.

Kunstoffbeschichtete Platten
In den meisten Küchen finden sich mit Kunststoff beschichtete Spanplatten als Arbeitsplatten: Diese mit so genanntem Laminat überzogenen Platten sind vor allem günstig, pflegeleicht und halbwegs strapazierfähig. Zudem gibt es solche Arbeitsplatten mit zahlreichen Dekors und in vielen verschiedenen Farben zu kaufen.

Zu beachten ist bei beschichteten Arbeitsplatten, dass es auch hier große Qualitätsunterschiede gibt - zum Beispiel bei der Dicke der Beschichtung. Grundsätzlich gilt je dicker, desto strapazierfähiger ist die Platte. Bei billigen Platten ist die Beschichtung nur wenige Millimeter dick und sie sind sehr anfällig gegen Schnitte. Ist erstmal eine Kerbe in der Oberfläche, können sich dort Schmutz und Bakterien sammeln. Zu beachten ist auch, dass beschichtete Arbeitsplatten nur begrenzt hitzebeständig sind: Sie halten höheren Temperaturen nur für kurze Zeit stand.

Es gibt Kunststoffplatten mit glatter und rauher Oberflächen. Glatte Obeflächen sind prinzipiell leichter zu reinigen. Rauhe Oberflächen sind dagegen weniger anfällig für Kratzer.

Holz
Arbeitsplatten aus massivem Holz sind deutlich teurer als kunststoffbeschichtere Spanplatten. Der größte Vorteil von Arbeitsplatten aus massivem Holz ist die Optik: Das Material strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus. Im Vergleich zu kunststoffbeschichteten Platten sind Vollholz-Platten deutlich teurer.

Praktisch gesehen hat das Material dennoch viele Nachteile: Holz ist alles andere als schnittfest: Wer mit einem scharfen Messer versehentlich auf die Arbeitsplatte gerät, hinterlässt schnell Spuren. Weil so Rillen in dem Material entstehen, in denen sich zum Beispiel Bakterien sammeln können, ist Holz auch aus hygienischer Sicht problematisch. Ein weiterer Nachteil: Holz ist nur bedingt hitzebeständig: Ein heißer Topf kann das Material verfärben. Auch kann es Probleme geben, wenn man ein Spülbecken in die Vollholzplatte einlassen will: Wenn die Kanten nicht komplett wasserdicht versiegelt sind und Wasser eintritt, kann das Holz quellen und so massiven Schaden nehmen.

Um das Material vor äußeren Einflüssen zu schützen, können Besitzer einer Arbeitsplatte aus Holz regelmäßig schützende Lacke oder Öle auftragen - das macht die Pflege aber aufwändig.

Granit
Arbeitsplatten aus Granit bekommt man im Küchenfachhandel oder kann sie vom Steinmetz maßanfertigen lassen. Im Vergleich zu beschichteten Platten sind Granit-Arbeitsplatten deutlich teurer: Sie kosten zwischen 100 und 300 Euro pro laufenden Meter (lfm).

Zu beachten ist beim Kauf einer Steinplatte, dass es viele verschiedene Sorten gibt, die sich zum Beispiel farblich deutlich unterscheiden. In jedem Fall ist Granit aber hitzebeständig und schnittfest. Zudem lassen sich Kochfelder oder Spülbecken plan in Granit-Arbeitsplatten einlassen: Es gibt keine Kanten, die beim Wischen stören.

Granit ist sehr hart: Das macht die Arbeitsplatte widerstandsfähig. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass Teller zu Bruch gehen, die etwas unsanft auf der Granit-Arbeitsplatte abgestellt werden. Da Stein gleichzeitig spröde ist, ist es auch möglich, dass die Granitplatte bei einem kräftigen Stoß mit einem harten Stoß beschädigt wird.

Auf einer Arbeitsplatte aus unbehandeltem Granit bleiben Flecken zurück, wenn man zum Beispiel Rotwein- oder Öl-Pfützen nicht schnell weg wischt. Um das zu verhindern, muss das Material ein bis zwei mal pro Jahr imprägniert werden.

Marmor
Im Vergleich zu Granit ist Mamor deutlich weicher und somit anfälliger für Kratzer. Zudem saugt Marmor Flüssigkeiten schnell auf und ist somit anfällig für Flecken. Beliebt ist das Material vor allem wegen der edlen, glänzenden Optik.

Fliesen
Neben der Verwendung von massiven Steinplatten gibt es auch die Alternative, die Arbeitsplatte mit Steinplatten zu fliesen. Dank der großen Auswahl an Fliesen im Fachhandel ist die Vielfalt an Farben besonders groß. In der Regel sind die Steinplatten hitzebeständig und schnittfest. Allerdings erschweren die Fugen die Reinigung.

Kunststein
Einige Hersteller bieten Arbeitsplatten aus Kunststein. Dabei handelt es sich um Materialien, die ähnliche Eigenschaften aufweisen wie Arbeitsplatten aus Stein. Kunststein ist allerdings in der Regel weniger hitzebeständig als beispielsweise Granit. Dafür ist die Oberfläche porenfrei, sodass Flüssigkeiten nicht einziehen können: Es bleiben daher keine Flecken. Preislich gesehen liegen Kunststein-Arbeitsplatten noch über den Natursteinplatten.

Acrylstein
Eine Variante von Kunststein ist Acrylstein, ein gegossener, porenloser, massiver und homogener Werkstoff, der aus ca. 1/3 Acryl und 2/3 Aluminiumhydroxid (Mineralien) besteht. Das Material ist hart, massiv, schlagfest, licht- und lebensmittelecht, säure-, öl- und hitzefest und pflegeleicht. Der Preis entspricht dem von Granit.

Edelstahl
Edelstahl ist leicht zu pflegen sowie hitzebeständig. Edelstahl ist jedoch nicht sonderlich kratzerbeständig und Fingerabdrücke sind auf der glatten Oberfläche gut zu sehen. Über Jahre hinweg bildet sich durch die gleichmäßige Abnutzung allerdings die so genannte Edelstahlpatina, durch die die einzelnen Kratzer und Fingerabdrücke kaum noch auffallen.

Ein Vorteil von Edelstahl-Arbeitsplatten: Man kann Spülbecken, die ebenfalls aus Edelstahl bestehen, einschweißen, so dass keine Übergänge und Kanten entstehen, an denen sich Schmutz festsetzen kann.

Keramik
Keramik ist leicht und kann sehr gut verarbeitet werden. Das Material ist sehr robust und lebensmittelecht. Es muss nicht imprägniert werden und ist resistent gegen Flecken aller Art.

Beton
Betonarbeitsplatten werden speziell auf Bestellung angefertigt, nämlich gegossen. So können besondere Formen und nahtlos integrierte Spülen und andere Elemente realisiert werden. Betonarbeitsplatten altern und verändern sich so etwas im Lauf der Zeit. Dies wird meist als positiv empfunden. Wer eine konstant gleich aussehende Arbeitsplatte sucht, hat mit Beton die falsche Wahl getroffen, es sei denn, die Platte ist entsprechend versiegelt.

Widerstandsfähigkeit

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Die Widerstandsfähigkeit ist bei hartem Stein, wie etwas Granit besonders hoch. Das ist aus hygienischen Gesichtspunken wichtig, weil sich in Kerben und Schnitten, wie sie sich bei Arbeitsplatten aus Holz bilden können, Schmutz, Bakterien und Schimmelsporen sammeln können. Bei Edelstahl stellen sich zwar schnell Kratzer ein - diese sind aber nur oberflächlich und somit hygienisch unbedenklich, weshalb das ansonsten sehr widerstandsfähige Material häufig in Profiküchen zum Einsatz kommt. Platten die aus Holz gefertig oder mit Kunststoff laminiert sind, sind dagegen sehr anfällig, was Schnitte angeht.

Fleckenbeständigkeit

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Bei Arbeitsplatten aus Materialien, bei den Flüssigkeiten einziehen können, können schnell Flecken zurück bleiben. Das ist bei Holz und Naturstein wie Granit oder Marmor der Fall, wenn sie nicht imprägniert werden. Künstliche Materialien wie Kunststoff oder Kunststein dagegen sind porenfrei und dadurch unempfindlich gegen Flecken.

Hitzebeständigkeit

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Wer Wert darauf legt, dass die Arbeitsplatte hitzebeständig ist, sollte auf Edelstahl oder auf Stein setzen - also auf die Materialien wie Granit oder Marmor. Bei diesen Materialien kann man ohne Bedenken einen heißen Topf auf der Arbeitsplatte abstellen. Holz dagegen ist besonders unbeständig und verfärbt sich schlimmstenfalls stark, wenn es hohen Temperaturen ausgesetzt wird.

Akustische Eigenschaft

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Besonders Arbeitsplatten aus Stein erhöhen wegen ihrer harten Oberfläche den Lärmpegel bei der Arbeit. Bei der Auswahl des Materials kann man ruhig mal ein wenig mit Prozellan probeklappern.

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schrieb ein Gast am 10.08.2010 um 16.44 Uhr
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Wie entferne ich weiße Kratzer auf Unifarbener dunkler Arbeitsplatte?

schrieb ein Gast am 02.05.2010 um 11.11 Uhr
1 Antwort, die letzte am 04.05.2010 um 13.29 Uhr
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Brandloch in Arbeitsplatte- Was tun?

schrieb schusselchen 1.gif am 11.04.2010 um 13.44 Uhr
1 Antwort, die letzte am 16.04.2010 um 11.06 Uhr

Letzte Änderungen im Ratgeber

  • Version 11 - 04.08.2008 00:08 Uhr, koelsch Erfahrener Nutzer
  • Ratgebermerkmal "Akustische Eigenschaft" bearbeitet
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