Ratgeber Rotwein

Rotwein
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Rotwein ist Wein, der aus roten oder blauen Trauben hergestellt wird. Neben der unterschiedlichen Traubensorte unterscheidet sich Rotwein vom Weißwein im Herstellungsprozess.

Darauf sollten Verbraucher achten:

Qualitätsstufen

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Rotwein lässt sich grob in verschiedene Qualitätsstufen einteilen. Diese Qualitätsstufen lassen sich nicht als Garantie für einen guten oder schlechten Rotwein sehen, geben jedoch eine gewisse Richtung an. In der Regel hat jedes Land seine eigenen Qualitätsstufen.

Deutschland:

  • Kategorie 1: Qualitätswein mit Prädikat (QmP)
  • Kategorie 2: Qualitätswein bestimmmter Anbaugebiete (QbA)
  • Kategorie 3: Landwein
  • Kategorie 4: Deutscher Tafelwein

Frankreich:

  • Kategorie 1: Subregionale und kommunale AOC (Appellation d"Origine Contrôlée)
  • Kategorie 2: Regionale AOC (Appellation d"Origine Contrôlée) und VDQS (Vin Délimité de Qualité Supérieure)
  • Kategorie 3: Vin de Pays
  • Kategorie 4: Vin de Table Français

Italien:

  • Kategorie 1: Denominazione di Origine Controllata Garantita (DOCG)
  • Kategorie 2: Denominazione di Origine Controllata (DOC)
  • Kategorie 3: Indicatione Geographica Typica (IGT)
  • Kategorie 4: Vino da Tavola

Spanien:

  • Kategorie 1: DOC (Denominación de Origen Controlada)
  • Kategorie 2: Denominacíon de Origen (DO)
  • Kategorie 3: Vino de la Tierra
  • Kategorie 4: Vino de mesa oder Vino corriente

Portugal:

  • Kategorie 1: DOC (Denominação de Origem Controlada)
  • Kategorie 2: VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)
  • Kategorie 3: Vinho regional
  • Kategorie 4: Vinho do mesa

Aroma

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Rotweinen können gewisse Geschmacks- und Geruchsnoten zugeordnet werden. Zum Beispiel: Vanille, Beeren, Pflaumen, Tabak, Unterholz, Schokolade, Kirschen oder Heidelbeeren. Diese Geschmacksnoten geben grobe Richtungen an. Kein Wein schmeckt eindeutig nach Vanille oder Pflaumen. In der Regel können nur geübte Weintrinker solch feine Nuancen herausschmecken, aber wer ein wenig Erfahrung hat, kann mit den Angaben auf dem Etikett etwas anfangen.

Trocken/Halbtrocken/Lieblich

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Rotweine können grob die Geschmacksrichtungen trocken, halbtrocken und lieblich unterteilt werden. Das sind keine offiziellen Unterscheidungsmerkmale, doch öfter findet man auf Etiketten diese Bezeichnungen. Lieblicher Wein ist eher etwas süßer, trockener Wein gehaltvoller und herber.

Trauben-/Rebsorte

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Berühmte Trauben-/Rebsorten sind zum Beispiel: Spätburgunder, Dornfelder, Lemberger, Carignan, Merlot, Pinot Noir oder Cabernet Sauvignon. Eine detaillierte Aufzählung aller Traubensorten lohnt sich nicht, da es reine Geschmackssache ist, welche Traubensorte gemocht wird.

Jahrgang

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In der Regel gilt: Je älter ein Wein, desto besser. Aber: Das gilt nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Denn nicht jeder Wein ist für eine lange Lagerung geeignet, meist nur schwere teure Rotweine. Außerdem muss die Weinflasche, die lange lagert, in bestimmten Umgebungsbedingungen und liegend gelagert werden. Die Temperatur beträgt idealerweise 12 Grad und schwank nicht, ebenso wie die Luftfeuchtigkeit, die relativ hoch sein sollte. So eignen sich dunkle, kühle Keller meist gut für die Lagerung von Wein.

Im Supermarkt wird man selten sehr alten Wein kaufen können. Zum einen, weil alter Wein in der Regel teurer und die Gefahr höher ist, dass er ungenießbar ist, weil der Korken gammelig oder der Wein oxidiert ist.

Ordentlicher Rotwein muss aber nicht unbedingt alt sein. Man kann durchaus guten Wein kaufen, der nicht älter als zwei Jahre ist. Auch hier der Tipp: Ausprobieren und lieber ein paar Euro mehr bezahlen.

90 Prozent aller Weine kommen trinkfertig in die Flasche.

Handel

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Man kann Weine bei verschiedenen Händlern kaufen. Ein großer Vorteil ist, wenn man den Wein vor dem Kauf probieren kann.

  • Supermarkt
    Im Supermarkt sind Rotweine in der Regel günstiger als im Fachhandel. Jedoch hat man dort keine Möglichkeit einen Wein zu probieren und keine Beratung.
  • Fachhandel
    Im Weinfachhandel sind Rotweine in der Regel teurer als im Supermarkt, jedoch hat man dort die Möglichkeit einen Wein zu probieren und wird beraten.
  • Internet
    Im Internet kann man manchmal gute Weine zu einem günstigen Preis erwerben. Doch auch hier gilt: Keine Beratung und keine Möglichkeit den Wein vorher zu probieren.
  • Winzer
    Man kann Wein auch direkt vom Winzer kaufen. In der Regel kann man den Wein dort vor dem Kauf probieren. Oft sind die Weine dort etwas günstiger als im normalen Handel. Nachteil: Mangelnde Vielfalt.

Verschluss

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Rotweinflaschen gibt es mit verschiedenen Verschlussarten:

  • Echter Korken
    Der echte Korken ist die klassische Variante. Viele Weintrinker kaufen nur Wein mit echtem Korken - meist aus Tradition oder weil sie der Meinung sind, dass zu einem guten Wein ein echter Korken gehört. Der echte Korken hat wie der Kunststoff-Korken den Vorteil, dass er ein wenig luftdurchlässig ist. Nicht selten oxidiert der Wein in der Flasche, weil zu viel Sauerstoff in die Flasche gelangt ist. Außerdem kann es passieren, dass der Korken anfängt zu gammeln. In beiden Fällen wird der Wein ungenießbar.
  • Kunststoffkorken
    Der Kunststoffkorken lässt wie der echte Korken etwas Luft in die Flasche. Die Gefahr des Oxidierens besteht also auch beim Kunststoffkorken. Gammeln kann ein Kunststoffkorken jedoch nicht. Korken aus Kunststoff wird jedoch nachgesagt, nicht geschmacksneutral zu sein, was vielleicht mit ein Grund ist, warum sie sich nicht durchgesetzt haben und nur bei den wenigsten Flaschen eingesetzt werden. Zudem kann sich ein Kunststoffkorken nicht ganz dicht an den Flaschenhals anschmiegen, was manchmal zum Auslaufen des Weins führt, vor allem dann, wenn er liegend gelagert wird. Wird ein Wein schnell getrunken und stehend gelagert, ist der Kunststoffkorken eine gute Alternative zum echten Korken.
  • Schraubverschluss
    Viele Weinkenner halten den Schraubverschluss für den besten Verschluss, weil er nicht Gammeln kann und das Oxidieren des Weines verhindert. Traditionelle Weintrinker finden aber, dass das Öffnen der Flasche und das Riechen am Korken zum Weintrinken gehören. Teure Weine werden in der Regel nicht mit einem Schraubverschluss versehen - hauptsächlich wegen der fehlenden Akzeptanz bei den Kunden. Technisch gesehen hat der Schraubverschluss keine Nachteile. Auch Weine, die in der Flasche noch reifen sollen, können mit einem Schraubverschluss verschlossen werden - die Luft, die in der Flasche eingeschlossen ist, reicht für das Reifen des Weins aus.

Anbaugebiet

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Für das Anbaugebiet gilt das gleiche wie für die Traubensorte (siehe Produktmerkmal Trauben-/Rebsorte): Es gibt kein "gutes" oder "schlechtes" Anbaugebiet. In jedem Anbaugebiet können hochwertige Weine oder nicht so gute Weine hergestellt werden. Auch hier der Tipp: Ausprobieren und nicht den billigsten Wein kaufen.

Alkoholanteil

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In der Regel hat Rotwein einen Alkoholanteil von 10 bis 14 Prozent. Es gibt jedoch auch Wein, der einen Alkoholanteil von bis zu 16 Prozent hat. Der Alkoholanteil sagt nichts bis wenig über die Qualität des Rotweins aus.

Faustregel: Je mehr Alkoholgehalt ein Rotwein hat, desto länger lässt er sich lagern.

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Letzte Änderungen im Ratgeber

  • Version 20 - 21.10.2009 15:10 Uhr, etagenklo Fortgeschrittener
  • Ratgebermerkmal "Alkoholanteil" bearbeitet
  • Link bearbeitet
  • Ratgebermerkmal "Trauben-/Rebsorte" bearbeitet
  • Ratgebermerkmal "Qualitätsstufen" bearbeitet
  • Ratgebermerkmal "Jahrgang" bearbeitet
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