Ratgeber Private Krankenversicherung
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Darauf sollten Verbraucher achten:
Stationäre Behandlung
Wenn privat versicherte Patienten im Krankenhaus behandelt werden, haben sie in der Regel Anspruch auf Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringung in einem Zweibett-Zimmer. Gegen einen Aufpreis können sich die Versicherten auch das Anrecht auf ein Einbettzimmer sichern. Ärzte können in Krankenhaus bei schwierigen Behandlungen Beträge abrechen, die den einfachen Gebührensatz um das 2,3-fache übersteigen. Mit einer schriftlichen Begründung dürfen sie sogar 3,5 mal so viel abrechnen. Beim Abschluss einer Versicherung sollten Verbraucher darauf achten, dass ihre Versicherung auch das 3,5-fache des Gebührensatzes übernimmt. Wer auch besonders aufwändige und teure Behandlungen abgedeckt wissen will, kann auch höhere Zahlungen versichern – gegen Aufpreis versteht sich.
Beitrag
Um die Kosten von privaten Krankenversicherungen zu vergleichen, wird in der Regel der Monatsbeitrag herangezogen. Zu beachten ist aber, dass dieser vom Alter und vom Geschlecht abhängt: Frauen zahlen mehr als Männer, ältere mehr als jüngere, und kranke mehr als gesunde. Vor allem aber richtet sich der Preis einer privaten Krankenversicherung nach den vertraglich festgelegten Leistungen, die Kunden meist aus einem Baukastensystem zusammenstellen können. Dabei können sie entscheiden, wie viele Kosten eine Versicherer für Hilfsmittel, Heilmittel, Zahnersatz oder Krankentransport übernimmt (ANKER).
Ambulante Leistungen
Ärzte können bei schwierigen Behandlungen Beträge abrechnen, die den einfachen Gebührensatz um das 2,3-fache übersteigen. Mit einer schriftlichen Begründung dürfen sie sogar 3,5 mal so viel abrechnen. Beim Abschluss einer Versicherung sollten Verbraucher darauf achten, dass ihre Versicherung auch das 3,5-fache des Gebührensatzes übernimmt. Wer auch besonders aufwändige und teure Behandlungen abgedeckt wissen will, kann auch höhere Zahlungen versichern.
Krankentransport
Je nach Tarif übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Transport zum Krankenhaus – oder eben nicht. In der Regel geben die Versicherer eine maximale Entfernung an, bei der die Transportkosten vollständig übernommen werden.
Selbstbeteiligung
Wer mit seiner Krankenversicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart, bezahlt in der Regel einen niedrigeren Beitrag. Dafür muss der Versicherte im Krankheitsfall für die Behandlungskosten einen für das ganze Jahr festgelegten Betrag aus eigener Tasche zahlen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger der monatlich Beitrag.
Beitrag für Familienmitglieder
Während bei gesetzlichen Krankenversicherungen (LINK) Kinder und Ehepartner automatisch mit versichert sind, müssen bei privaten Versicherungen für jedes einzelne Familienmitglied zusätzliche Beiträge bezahlt werden, die sich von Versicherung zu Versicherung unterscheiden.
Krankentagegeldtarif
Im Krankheitsfall kommt es bei Angestellten sechs Wochen nach dem Ende der Lohnfortzahlung, bei Selbstständigen sofort zu einem Einkommensausfall. Bei den privaten Krankenversicherungen können Versicherte eine Krankengeldpolice abschließen, die den Lohnausfall kompensiert. Der Tarif ist umso teurer, je früher die Zahlungen einsetzen sollen und je höher der ausgezahlte Betrag pro Tag sein soll. Beamte erhalten auch bei längerer Krankheit ihr Gehalt – sie brauchen keine Krankentagegeld.
Kostenübernahme für Zahnersatz
Je nach Versicherung liegt der Eigenanteil bei Zahnersatz wie Prothesen oder Brücken unterschiedlich hoch. Dabei unterscheiden viele Versicherer zwischen Behandlungskosten und Labor-/Materialkosten. In der Regel bleibt in jedem Fall eine zu zahlender Eigenanteil, der aber von Versicherung zu Versicherung und Tarif zu Tarif unterschiedlich hoch ausfallen kann.
Heilmittel
Je nach Police übernehmen private Krankenversicherungen einen unterschiedliche großen Anteil der Kosten für Heilmittel wie Bäder, Bestrahlungen, Inhalationen, Massagen oder Krankengymnastik.
Beihilfeergänzungstarif
Für Beamte lohnt sich eine private Krankenversicherung, weil die so genannte Beihilfe einen Teil der Kosten trägt. Die Beihilfe bezuschusst aber nicht alle Kosten, zum Beispiel für Zahnersatz oder Heilpraktikerbehandlungen. Diese Lücken können Beamte mit einem zusätzlichen Beihilfeergänzungstarif schließen.
Risikozuschlag
Bevor private Krankenversicherungen Versicherte aufnehmen, verlangen sie zunächst Auskünfte über den Gesundheitszustand: Von chronisch Kranken verlangen die Versicherer in der Regel einen Risikozuschlag, der sich nach der Schwere der Erkrankung richtet. Dabei bewerten jedoch verschiedene Krankenkassen bestimmte Risiken unterschiedlich. Wer einen Risikozuschlag befürchtet, kann bei mehreren Versicherungen einen Aufnahmeantrag stellen, um die ermittelten Risikozuschläge vergleichen zu können.
Hilfsmittel
Abhängig vom Tarif übernehmen Krankenversicherungen einen Anteil der Kosten für die so genannten Hilfsmittel: Darunter fallen etwa Krankenfahrstühle, Brillengläser und -gestelle, Kontaktlinsen, künstliche Augen, Hörgeräte, Heimdialysegeräte, Geh- und Stützapparate, orthopädische Schuhe und Gummistrümpfe.
Vorsorgeuntersuchungen
Privaten Krankenkassen zahlen nicht unbedingt Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten – wie viele andere Leistungen ist auch die Kostenübernahme für diese präventiven Kontrollen abhängig vom gewählten Tarif.
Psychotherapeutische Therapie
Bei privaten Krankenkassen unterscheidet es sich häufig, inwieweit sie Kosten für psychotherapeutische Behandlungen übernehmen. Bei einigen Kassen ist zum Beispiel die Anzahl der Sitzungen pro Jahr oder die Zahl der Tage mit stationärer Behandlung beschränkt.
Geschäftsstelle in der Nähe
Wer Wert auf persönlichen Kontakt und Beratung legt, sollte überprüfen, welche Krankenkassen in der Nähe eine Geschäftsstelle betreiben. Während große Krankenkassen viele Geschäftsstellen im gesamten Bundesgebiet haben, haben kleine Versicherungen oft nur wenige Vertretungen. So genannte Direkt-Versicherungen verzichten fast komplett auf Geschäftsstellen: Kunden können meist nur per Post, Telefon oder E-Mail Kontakt zu der Versicherung aufnehmen. Dafür sind die Kosten aber meist auch geringer.
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