Werden Sie Experte!


Melden Sie sich bei konsumo an und lassen Sie andere Verbraucher an Ihrem Wissen teilhaben.
uglySpacer
Dienstag, 14.07.2009, 10.55 Uhr

Einweg-Grills schonen den Geldbeutel, aber belasten die Umwelt

Die Wegwerf-Varianten können auch der Gesundheit schaden

Einweg-Grill
Ein Einweg-Grill besteht aus einer Alu-Schale mit Metallfüßen und einem Rost, Kohle und Anzünder inklusive.
(Foto: sxc.hu)

Für das Grillvergnügen im Park oder am Strand scheinen Einweg-Grills die optimale Lösung zu sein. Ihre Vorteile: sie sind klein, leicht und kostengünstig. Inklusive Holzkohle und Grillanzünder sind die Schalen aus Aluminium oft schon für unter zwei Euro pro Stück zu haben. Doch die Wegwerf-Varianten aus dem Baumarkt oder vom Discounter belasten die Umwelt und können bei falscher Handhabung auch der Gesundheit schaden.

Einweg-Grills verursachen viel Abfall, denn nach nur einmaliger Nutzung landen die Aluminium-Schalen mit den kleinen Metallfüßen, Grillrost und Holzkohle oft auf der Wiese.

FSC-Siegel garantiert ökologisches Brennmaterial


Wer trotzdem zu der Wegwerf-Variante greift, sollte der Umwelt zuliebe darauf achten, dass die mitgelieferte Kohle mit einem FSC-Siegel versehen ist. Diese Kennzeichnung garantiert, dass das Brennmaterial unter Einhaltung sozialer und ökologischer Standards hergestellt wurde. Ein weiterer Anhaltspunkt für empfehlenswerte Kohle liefert das DIN-Prüfzeichen, das für den Verzicht von Pech, Erdöl oder Kunststoff bürgt.

Ungleichmäßige Wärmeverteilung und kurze Brenndauer

Bei den Mini-Grills wird meist neben der Kohle auch der Anzünder mitgeliefert. Doch die zündende Chemie setzt beim Brennvorgang Krebs erregende Stoffe frei, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Deshalb raten die Verbraucherschützer, das Grillgut erst dann auf den Rost zu legen, wenn der Anzünder vollständig verbrannt und die Kohle richtig durchgeglüht ist.
 
Mit gleichmäßiger Wärmeverteilung und langer Brenndauer können viele Wegwerf-Grills nicht dienen. Doch Fleisch und Fisch sollten vor dem Verzehr ausreichend gegart sein, um eine Gesundheitsgefährdung durch Bakterien zu vermeiden.

Die Nutzung von Einweg-Grills ist oft verboten

Da die Standbeine zu kurz sind, werden die Rasenflächen unter einem Einweg-Rost häufig mit Brandflecken in Mitleidenschaft gezogen. Zudem ist die Brandgefahr hoch, wenn der Grill in freier Natur benutzt und anschließend - womöglich noch glühend - einfach zurückgelassen wird. Deshalb ist das Grillen mit der Einweg-Variante in Parks oder Landschaftsschutzgebieten häufig verboten. CS

Ratgeber zu diesem Thema auf konsumo.de:
Nachrichten zu diesem Thema auf konsumo.de:

Weitere Informationen unter:


Anzeigen


Kommentar schreiben

1 Reaktion(en) zu zu "Einweg-Grills schonen den Geldbeutel, aber belasten die Umwelt"

Ich persönlich finde ja, dass diese Aluschüsseln mit Kohle drin deutlich zu unzweckmässig sind. Wenn man mal grillen möchte, ist man i.d.R. nicht allein unterwegs und für viel mehr reicht diese Arte des Grilles einfach nicht. Von den erzeugten Müllmengen mal ganz abgesehen.
Geschrieben von mr.gene am 25.07.2009, 00:00:00 Uhr

Kommentar schreiben

Weitere Verbraucher-News

Umweltbundesamt

Umweltbundesamt löst Diskussion über Nanotechnologie aus

Das Umweltbundesamt hat mit seiner aktuellen Veröffentlichung zum Thema Nanotechnologie, die Angst vor gesundheitlichen Gefahren bei Verbrauchern geweckt. Zu Unrecht, meint der Branchenverband "Forumnano". Die Bundesforschungsministerin Annette Schavan hält die Skepsis gegenüber Lebensmitteln und Kosmetika, die Nanopartikel enthalten, hingegen für angebracht. Und der Verbraucherzentrale Bundesverband lehnt den Einsatz der Kleinstteilchen in Lebensmitteln grundsätzlich ab. mehr...

Fleisch auf einem Kohlegrill

Grillen: Gute Ausrüstung sorgt für Sicherheit

In den Sommermonaten gehört Grillen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Mit Beginn der Hochsaison für Steak, Bratwurst und Co. steigt jedoch auch die Unfallgefahr: Mehr als 4000 schwere Grillunfälle gibt es pro Jahr in Deutschland, jeder achte Verletzte trägt dauerhafte gesundheitliche Schäden davon. konsumo.de nennt Vorsichtsmaßnahmen für Grillmeister und Gäste. mehr...

Blick ins Mikroskop

Nanotechnologie: Gefahr für Gesundheit und Umwelt?

Die Nanotechnologie hat unbemerkt Einzug in den Alltag der Verbraucher gehalten. Ob in Putzlappen, Kühlschränken oder Zahnpasta: Nanopartikel sollen dank ihrer geringen Größe viele Produkte verbessern. Allerdings ist bislang wenig über die Gefahren bekannt, die die winzigen Teilchen für Mensch und Natur bergen. Das Umweltbundesamt fordert daher die Einführung rechtlicher Rahmenbedingungen, die einen sicheren Umgang mit der neuen Technologie gewährleisten sollen. mehr...

uglySpacer