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Keine Gefahr durch Kokain in Red Bull Cola
Bundesinstitut: Kokain-Dosis ist viel zu gering
Die geringen Mengen Kokain in Red Bull Cola sind in keiner Weise gesundheitsgefährdend. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung nach einer am Montag durchgeführten Untersuchung. Laut einer Sprecherin seien die nachgewiesenen Konzentrationen dafür viel zu gering. Dennoch bleibt der Verkauf des Getränks in vielen Bundesländern verboten. Schuld ist die Rechtslage.
Das Untersuchungsergebnis überrascht kaum: 0,4 Mikrogramm Kokain in einem Liter Red Bull Cola sind für den menschlichen Organismus unbedenklich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärte dazu, dass eine 7000-fach höhere Konzentration erforderlich sei, um seine Wirkung auf das Zentralnervensystem und das Herz-Kreislauf-System entfalten zu können. Und selbst diese Angabe gelte nur für "Vielverzehrer" des Getränks: bei "mittlerer Aufnahme" müsste die Dosis sogar 20.000-fach höher sein.
Verkauf bleibt verboten
Obwohl die Unbedenklichkeit des Getränks nunmehr feststeht, bleibt der Verkauf in den meisten Bundesländern verboten. Denn rein rechtlich gesehen ist Kokain in Deutschland verboten, unabhängig von der Dosis. Die zuständigen Behörden können daher zurzeit nicht anders handeln. Man suche aber nach einer Lösung für das Problem.
Kokain ist eine Droge, die aus der Koka-Pflanze gewonnen wird. Seine Wirkung nach dem Konsum äußert sich in einer kurzfristigen Stimmungsaufhellung und Euphorie. Die dazu benötigte Dosis liegt zwischen 25 und 50 Milligramm, beträgt also etwa das 100.000-fache der in Red Bull Cola gefundenen Menge. Behörden schätzen den jährlichen Kokainkonsum in Deutschland auf etwa 20 Tonnen.
Auf Seiten des Herstellers gibt man sich weiter optimistisch. Red Bull halte die Verarbeitung der entkokainierten Blätter der Koka-Pflanze für erlaubt. Das Unternehmen stehe weiter in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden. CP
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