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Glühlampen-Verbot: Energiesparlampen keine Alternative?
Verbrauchermagazin sieht in Energiesparlampen eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt
(Foto: dena)
"Energiesparlampen sind kein wirklicher Fortschritt und keine echte Alternative zu Glühlampen", poltert Öko-Test. Deshalb kann das Verbrauchermagazin die Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten, Glühlampen bis 2012 schrittweise vom Markt zu nehmen nach eigener Aussage nicht begrüßen. Doch Ökotest scheint mit dieser Meinung allein dazustehen.
Die Deutsche Energie Agentur (dena) freut sich über die Entscheidung der EU-Kommission: diese sei ein wichtiges Signal zum Stromsparen. Denn Energiesparlampen verbrauchten im Gegensatz zu Glühlampen bis zu 80 Prozent weniger Strom. "Wer Geld und Energie sparen will, sollte deshalb nicht warten bis das Verbot in Kraft tritt, sondern sofort mit dem Austausch der Lampen beginnen", meint dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.
Öko-Test: Energiesparlampen liefern ungesundes Licht
Ginge es nach Öko-Test, würden Verbraucher nie mit dem Austausch ihrer Glühlampen anfangen. Denn das Verbrauchermagazin hatte schon im Oktober behauptet Energiesparlampen würden bei weitem nicht soviel Energie sparen wie von den Herstellern beworben wird und würden ein schlechteres Licht als Glühbirnen erzeugen, das auch noch potentiell ungesund ist.
dena: Energiesparlampen sind durchgängig bessere Lösung
Dabei berief sich das Verbrauchermagazin auf einen von ihm durchgeführten Test, dessen Verfahrensweise vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) kritisiert wurde. Zudem warfen der ZVEI und die dena Öko-Test Verantwortungslosigkeit im Umgang mit den Testergebnissen vor. "Wir finden es verantwortungslos, dass die Zeitschrift Öko-Test vom Kauf von Energiesparlampen als Ersatz für Glühlampen abrät. Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test-Ergebnissen die durchgängig bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Glühlampen", stellt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektrische Lampen, fest.
Fahrt zur Sondermülldeponie belastet Klima
Von der Energiesparlampe als eine ökologisch sinnvolle Alternative kann für Öko-Test - trotz heftiger Kritik am Verbrauchermagazin - jedoch auch heute noch keine Rede sein. Denn das in den Energiesparlampen enthaltene hochgiftige Quecksilber füge der Umwelt einen erheblichen Schaden zu. Das Quecksilber gelange in unser ökologisches System, da nur zehn Prozent der Haushalte die Energiesparlampen korrekt als Sondermüll entsorgen würden. Wenn die Verbraucher dagegen richtig handelten, bedeute dies, dass die meisten ihre alten Lampen mit dem Auto zu den Recyclinghöfen und Sondermüllabgabestellen fahren würden. "Soviel zur Bilanz in Sachen Klimaschutz", schreibt Öko-Test. CS
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8 Reaktion(en) zu zu "Glühlampen-Verbot: Energiesparlampen keine Alternative?"
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=13481
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Ich besitze zwei Leuchten mit 2G11-Sockel für Kompaktleuchtstofflampen. Die enthaltene Lichtfarbe 930 ist tausendmal schöner (und wärmer), als die fürchterlichen 800er Farben - halt nur Energieeffiezienzlklasse B - aber das betrifft auch viele anden ESL..
Dass alle ESL im Handel Dreibandenleuchten sind und ein extrem diskontinuierliches Lichtspektrum haben (alle Farben, die im Licht nicht enthalten sind, werden verfälscht reflektiert), wird einfach vertuscht. Da ist immer nur von der identischen Farbtemperatur der ESL die Rede (also der Kelvin-Wert - nicht vom Ra-Wert).
Das Argument mit den hundertmal gefährlicheren Fiebetermometer ist auch eine ekelhafte Halbwahrheit:
Sicher, das Quecksilber im Fiebertermometer mag HUNDERTMAL schädlicher sein, als das in der Energiesparlampe. Aber wenn alle Menschen auf Energiesparlampen umsteigen, gehen jährlich MILLIONEN Enersparlampen kaputt!!!
Wie viele Fiebertermometer sind denn bislang jährlich in jedem Bundesdeutschen Haushalt zerbrochen?
Energiesparlampen jedoch sind plötzlich in exstremsten Stückzahlen überall vertreten und gehen auch kaputt.
Der NDR hat eine sehr schöne und gleichzeitig entsetzliche Dokumentation über das Ende der Glühbirne gesendet.
Dort wurde der lange Sondermüllweg von Abgabe der Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren bis zum "Recycling" verfolgt. Das Fazit: 30-60 % zerbrachen auf der 600Km langen "Weltreise". Und das betrifft nur die Leuchten, die ordnungsgemäß abgegeben wurden. Selbst diese Entsorgung ist vollkommen unpraktikabel. In der Praxis jedoch fliegen unzählige Quecksilbermonster in den Hausmüll.
Prost Mahlzeit!
Die Gesetzgeber spinnen einfach und der Industrie scheints zu gefallen.
Schönes Beispiel ist das Verbot aller matten Glühlampen.
Warum? - Weil die Mattierung angeblich Licht schluckt.
Stimmt das?
Nein!
Der abgegebene Lichtstrom einer 60Watt Glühbirne (klar) beträgt 710 Lumen.
Der abgegebene Lichtstrom einer matten 60Watt-Glühbirne EBENFALLS 710 Lumen!
Alles Lug und Trug!
Eine Ökobilanz vom Beginn der Produktion einer ESL bis zum Ende des Recyclings existiert überhaupt nicht! Wurde von niemand jemals in Auftrag gegeben!
Eine Alternative zur Glühbirne könnte mir dem gleichen und vollen Lichtspektrum können Halogenleuchtmittel sein.
Ein großer (mittlerweile aus fast allen Geschäften verdrängter) Leuchtmittelhersteller hat eine Glühbirne gebaut, in welcher eine NIEDERVOLT-Halogenleuchte steckt. Als Hochvolt-Halogenleuchte gibts sowas in jedem Geschäft (42Watt statt 60Watt - Energieeffizienzklasse C).
In der Niedervolthalogenleuchte mit E27-Fassung befindet sich noch (statt wie bei der ESL das Vorschaltgerät) ein Trafo - unter einem Reflektor.
Das Teil spart 50 % Energie. 20Watt statt 40Watt, 30Watt statt 60Watt.
Obwohl jeder das Unternehmen kennt, gibts das praktisch nur im Internet, da der Einzelhandel praktisch nur mit einem großen Monopolisten zusammenarbeitet - und der hat sowas halt nicht im Sortiment.
Trotz dieser immensen Stromersparnis (bei gleicher Lichtqualität) sind hier natürlich die matten Birnen absurderweise auch verboten worden. Die gibts auch nur noch als Rest-Lagerartikel der Händler.
Hier ein wirklich guter, lesenswerter Spiegel-Artikel zu diesem unsinnigen Gesetz:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,644215,00.html
eine ESL enthält weniger Quecksilber als eine Standard-Leuchtstofflampe, die millionenfach in Werkstätten oder Büros im Einsatz sind. Und auch ein (altes) Fieberthermometer ist hundertmal gefährlicher.
Aber warum keine Glühlampen mit Halogen-innenleben, wenn die ESL so "böse" sind? z.B eine 28W statt den 40W, bei gleichem Licht und gleicher Bauform, mehr dazu auch hier: http://www.elektro-thiermann.de/installation/gluhlampenverbot
Ich finde es unverschämt zu sagen, wo der Markt versagt, muss der Gesetzgeber handeln. Der Markt sind wir alle, und wir stimmen mit dem Kassenzettel ab. Genauso gut könnte man sagen: Wenn der Wähler versagt, muss der Gesetzgeber die Regierung bestimmen.
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