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Energiesparlampen: ZVEI kritisiert Öko-Test-Prüfverfahren
Der ZVEI bezeichnet das Handeln des Verbrauchermagazins als verantwortungslos
(Foto: © wrw/PIXELIO)
"Energiesparlampen - Das Ende einer Erfolgsgeschichte" titelte Öko-Test Ende vergangener Woche. Kein Wunder, dass sich jetzt Energiesparlampen-Hersteller, wie Megaman zu Wort melden, um ihr Produkt zu verteidigen. Aber auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) kritisiert die Prüfverfahren des Verbrauchermagazins. Fazit der Vorwürfe: Die Prüfverfahren entsprechen nicht der gängigen Norm.
"Wir finden es verantwortungslos, dass die Zeitschrift Öko-Test vom Kauf von Energiesparlampen als Ersatz für Glühlampen abrät. Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test-Ergebnissen die durchgängig bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Glühlampen", stellt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektrische Lampen, fest.
Energiesparlampen: Ein Plus für die Umwelt und den Geldbeutel
Selbst nach den vom ZVEI als methodisch unzureichend kritisierten Öko-Test Messungen gehe die energetische Gesamtbilanz zu Ungunsten der herkömmlichen Glühlampen aus. Mit Ausnahme einer "Billiglampe" reicht dafür schon die längere Lebensdauer. "Eingesparte Stromkosten kommen noch hinzu - ein Plus für die Umwelt durch die damit verbundenen geringeren CO2-Emissionen und zusätzlich für den Geldbeutel", so Waldorf.
Stiftung Warentest: Jede dritte Lampe "gut"
Auch Stiftung Warentest war noch im Februar 2008 zu dem Ergebnis gekommen, dass eine "gute" Energiesparlampe für 9,90 Euro Verbrauchern beim Sparen hilft: Nach 10.000 Betriebsstunden spart sie nicht nur 177 Euro Strom, sondern auch zehn konventionelle Glühlampen ein, die in dieser Zeit verbraucht worden wären.
Kritik an Messmethoden: Keine gängigen Prüfverfahren
An den aktuellen Ergebnissen von Öko-Test kritisiert der ZVEI vor allem die Wahl der Messmethoden. So wurde beispielsweise bei der Beleuchtungsstärke nicht die Normprüfung mit Messkugel und Lumen nach IEC60969 angewandt.
Die Messung der elektrischen und magnetischen Wechselfelder wurde stattdessen analog der Computernorm TCO für Rechner und Bildschirme durchgeführt.
Megaman kritisiert von Öko-Test beauftragte Sachverständige
Der Energiesparlampen-Hersteller Megaman geht in seiner Kritik noch weiter. Er zweifelt an der Fachkenntnis der Sachverständigen, die für Öko-Test arbeiten und unterstellt ihnen als "eingefleischte Energiespargegner"unseriös gegen die Verwendung von Energiesparlampen zu polemisieren. CS
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