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Freitag, 26.09.2008, 14.38 Uhr

Digitale Stromzähler entlarven Stromfresser

"Smartmeter" hilft, Stromkosten um bis zu 40 Prozent zu senken

Stromzähler
Die Technik für die
(Foto: © Tim Heinrichs-Noll/PIXELIO)

Durch digitale Stromzähler lässt sich der Energieverbrauch erheblich reduzieren. Das zeigen erste Praxistests. Verbraucher können mit Hilfe der digitalen Stromzähler Energiefresser identifizieren und sie durch sparsamere Gerät ersetzen. "In Testhaushalten ist der Stromverbrauch so um mindestens fünf Prozent gesunken - bei einigen sogar um 40 Prozent", so BITKOM-Präsidiumsmitglied Martin Jetter.

Ermöglicht wird diese Ersparnis durch moderne Zähler, die jederzeit ein genaues Bild des Stromverbrauchs geben. Die Verbrauchskurve steigt zum Beispiel steil nach oben, wenn der alte Tiefkühlschrank anspringt oder der Heizstrahler wärmt.

Stromzähler: Technik stammt noch aus dem 19. Jahrhundert

In den meisten der 42 Millionen deutschen Haushalte ermittelt allerdings noch eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Messtechnik den Stromverbrauch. Einmal im Jahr erscheint der Ableser und prüft den Zählerstand. Mit der anschließenden Rechnung kommt häufig auch die Überraschung - eine Nachzahlung. Mit moderner Messtechnik hingegen können die Energieversorger den tatsächlichen Stromverbrauch ablesen und genaue monatliche Rechnungen erstellen.

Computer startet Waschmaschine - wenn Strom billig ist

Doch damit ist das Potenzial der modernen Messtechnik noch lange nicht ausgeschöpft. Weil diese als Smartmeter bezeichneten Geräte ohnehin über das Internet angeschlossen sind, ermöglichen sie auch weitere Funktionen. Beispielsweise können die digitalen Zähler erkennen, wann Strom günstig ist. Geben sie diese Information an das computergesteuerte Heimnetz weiter, startet der Computer die ebenfalls angeschlossene intelligente Waschmaschine erst in Nebenzeiten, wenn der Strom billiger ist.

Ab 2010 ist digitaler Stromzähler bei Neubauten Pflicht

Jetzt tut sich auch in Deutschland etwas in Sachen digitale Stromzähler: Vorreiter ist EnBW. Nach einer einjährigen Pilotphase mit 1000 Testhaushalten will der Energieversorger in seinem Heimatmarkt Baden-Württemberg intelligente Stromzähler für alle Kunden zugänglich machen. EnBW-Tochter Yello will den digitalen Zähler ab Herbst bundesweit anbieten.

Ab 2010 wird der Einbau intelligenter Stromzähler in Neubauten und bei Vollsanierungen zur Pflicht. CS

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2 Reaktion(en) zu zu "Digitale Stromzähler entlarven Stromfresser"

Digitale Systeme, die Transparenz erzeugen, würden auch Druck auf die Energieversorger ausüben. Zum einen um besser zu vergleichen, auf der anderen Seite auch mal eine Abrechnung wie beim Handy oder Telefon mit monatlicher real Abrechnung und "Einzelverbindungsnachweis" zu bekommen.
Es gibt Pioniere die einige 100 ¿ privat bezahlen um in ihrem Energieverbrauch Transparenz zu schaffen. Leider ist das von vielen Energieversorger nicht erwünscht. Ich habe sogar gelesen das einige, wenige wieder Personen zu den Kunden schicken um den Zähler abzulesen. Und das im Zeitalter der digitalen Technik, in der jeder mindestens 2 Handys hat. Ganz zu schweigen von dem Markt für Elektro-Handwerker die dem Kunden Produkte für Smart Metering anbieten könnten. Aber auch da heißt es: " Wir müssen Energie sparen, egal was es kostet aber das Monopol über den Zähler bleibt bestehen" Auch wenn manche Zähler eine optische Schnittstelle haben über die nur gesendet wird. Das heiß es besteht eigentlich keine Gefahr zur Manipulation. Letztendlich kann ich nur Energie sparen durch erfassen, analysieren und dann optimieren. Aber das haben noch nicht alle verstanden. Vor allem viele von denen die das Sagen haben oder das Monopol erhalten wollen. Es geht halt um viel Geld. Des Kunden Geld!
Geschrieben von Johann Stark am 20.07.2010, 19:28:40 Uhr
Stromfresser kann ich auch mit einem einfachen Messgerät entlarven, das man sich ausleihen kann. Dafür brauche ich mir keinen teuren neuen so genannten Sparzähler in den Keller hängen, der meinem Anbieter permanent mitteilt, wann ich wie viel Strom verbrauche. Und ein digital vernetztes Heim hat wohl auch kaum jemand. Aber als Mieter kann ich ohnehin nicht entscheiden, welcher Stromzähler im Keller hängt.
Geschrieben von Sparfuzzi am 26.09.2008, 00:00:00 Uhr
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