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Montag, 22.09.2008, 12.05 Uhr

Melamin-Milch: Kein Grund zur Besorgnis

Behörden in Deutschland uneinig im Umgang mit dem Skandal

Baby mit Flasche
Kommt nicht in die Flasche: Milchpulver aus China.
(Foto: sxc.hu)

Krankmachende Babymilch aus China soll in Deutschland nicht auf dem Markt sein. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen etwa heißt es aus dem Umwelt- und Verbraucherschutzministerium, es bestehe "kein Grund zu Besorgnis". Im Saarland und in Rheinland-Pfalz sollen dagegen verstärkt Milchprodukte auf Melamin getestet werden. Und auch Produkte des Schweizer Konzerns Nestlé sollen betroffen sein.

Verbraucherschutzbehörden in Deutschland scheinen sich noch uneinig darüber zu sein, wie mit dem Melamin-Skandal umzugehen ist. Während Verbraucherschutzminister Seehofer keinen Grund zur Beunruhigung sieht, wollen andere verstärkt Produkte untersuchen. Bisher haben allerdings nur die Behörden im Saarland und in Rheinland-Pfalz konkretes Handeln angekündigt. In NRW dagegen bleibt man gelassen. Sabine Raddatz, Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums, bestätigte gegenüber konsumo, dass kein chinesisches Unternehmen eine EU-Genehmigung zur Einfuhr von Milchprodukten habe. Auch gebe es keine Hinweise auf illegale Importe.

Vertrauen auf Eigenkontrolle der Unternehmen

Allerdings waren Melamin-Spuren Presseberichten zufolge auch in chinesischen Produkten des weltweit größten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé entdeckt worden - in sehr geringer Konzentration. Das schweizerische Unternehmen wehrt sich gegen die Vorwürfe und beteuert, dass Nestlé-Produkte sicher seien. Ministeriumssprecherin Raddatz ist ähnlicher Ansicht: Die Eigenkontrolle europäischer Unternehmen sei viel besser als die manchen chinesischen Herstellers. TMY

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