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Donnerstag, 19.06.2008, 18.20 Uhr

Der Abschied von der Glühbirne

Energiesparlampen haben viele Vorteile und sind weltweit das Leuchtmittel der Zukunft

Energiesparlampe
Fast alle Vorurteile gegenüber Energiesparlampen sind falsch.
(Foto: sxc.hu)

Nach Australien hat nun Neuseeland das Ende der Glühbirne offiziell beschlossen: Die klassischen Lichtquellen dürfen dort ab Oktober 2009 nicht mehr ver­kauft werden. In Deutschland schalten umweltbewusste Zeitgenossen schon lange Glühbirnen aus und Energiesparlampen an. Denn die Vorteile der Sparlampen sind nicht nur offensichtlich, sondern machen sich vor allem im Geldbeutel bemerkbar.

Der Finanzaspekt ist wohl der Grund für den Wechsel, der am ehesten einleuchtet: Diese sparsamen Leuchtstofflampen brauchen, um die gleiche Helligkeit zu erzielen, erheblich weniger Strom. Denn die herkömmliche Glühbirne pro­duziert in erster Linie Wärme. Nur etwa fünf Prozent des benutzten Stroms werden tatsächlich in Licht umgewandelt.

Großes Sparpotenzial

Eine gute, mit der 60-Watt-Glühbirne vergleichbare 11-Watt-Energiesparleuchte kann zwischen zwei und 22 Euro kosten. Damit ist sie zwar zum Teil deutlich teurer als herkömmliche Glühbirnen, braucht aber bei gleicher Lichtausbeute circa 80 Prozent weniger Strom - und die meisten Lampen halten mehr als bis zu zehn Mal so lange. Durch ihre längere Lebensdauer kann eine solche Energiespar­variante für ein Plus von rund 100 Euro in der Haushaltskasse sorgen. Und die Anschaffung zahlt sich - je nach Kaufpreis - schon nach knapp 1000 Betriebsstunden aus - also oft schon im ersten Betriebsjahr.

Haltbarkeit ist kein Problem

Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Energiespar­lampen beim Anschalten mehr Strom verbrauchen als in einer Stunde Betrieb. Und dass sie bei häufigem An- und Ausschalten schnell kaputt gehen. Richtig ist jedoch, dass die moderne, auf Haltbarkeit ausgelegte Konstruktion von Energiesparleuchten das An- und Ausschalten durchaus gut verträgt - vor allem wenn ein elektronisches Vorschaltgerät mit im Spiel ist und zwei Minuten zwischen An- und Ausschalten vergehen. Auch beim Starten sind sie keineswegs Energieverschwender. Im Übrigen: Licht auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird, spart immer noch die meiste Energie.

Hohe Energieeffizienz

Wie viel Strom Lampen verbrauchen, geben so genannte Energieeffizienzklassen an. Sie reichen von "A" (sehr effizient) bis "G" (ineffizient). Auskunft über die jeweilige Klasse gibt ein Hinweis auf der Verpackung. Energiesparlampen schaffen es meist in die Klasse "A" oder - bei Lampen mit milchi­gen Glaskolben als Umhüllung - zumindest in die Klasse "B". Dagegen erreichen herkömmliche Glühlampen bestenfalls ein "D".

Kein Unterschied in der Lichtfarbe


Vielfach wurden Kompakt-Leuchtstofflampen bislang
wegen ihres kalt wirkenden Lichts links liegen gelassen. Inzwi­schen haben technische Weiterentwicklungen bewirkt, dass sich die Lichtfarbe der leuchtenden Energiesparer kaum noch von der Leuchtfarbe konventioneller Birnen unterscheidet. Für gemütli­che Stimmung sorgen Lampen in den Lichtfarben "warm-weiß" oder "extra-warmweiß". Wer die Helligkeit regeln möchte, findet auch einige dimmbare Exemplare (Hinweis auf der Verpackung beachten).

Kleines Manko: Die Entsorgung

Haben Energiesparlampen ausgedient, gehören sie nicht in den Hausmüll. Denn außer Glas und umweltverträg­lichen Stoffen enthalten sie geringe Mengen an Quecksilber. Deshalb ist es wichtig, dass diese Lampen unversehrt gesam­melt werden. Leuchtstofflampen und -röhren sowie Energie­sparlampen und Kompaktleuchtstofflampen zählen zum Elektro­schrott. Seit Ende März 2006 müssen sie von jeder Kommune separat eingesammelt und von den Herstellern recycelt oder sachgerecht entsorgt werden. Die Abgabe der Lampen ist kos­tenlos. JM

Mehr zum Thema Energiesparlampen und anderen Leuchtmittel erfahren Sie in den konsumo-Ratgebern.

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