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Studie: Handystrahlung verursacht Schlafprobleme
Die Strahlung aktiviert vermutlich das Stress-System des Gehirns
Eine neue Studie zeigt, dass Strahlung von Mobiltelefonen den Schlaf hinauszögert und seine Dauer verringert. Außerdem kann sie Kopfschmerzen verursachen und bei Kindern zu Konzentrationsstörungnen und Hyperaktivität führen. Die Studie wurde vom Mobile Manufacturers Forum (MMF), einem internationalen Verband von Mobilfunkherstellern, finanziert.
Gefahr für Kinder und Jugendliche
Vor allem im Hinblick auf die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind die Ergebnisse der Studie alarmierend. In dieser Altersgruppe ist gesunder Schlaf besonders wichtig. Junge Menschen verwenden jedoch besonders häufig ihre Mobiltelefone noch nach dem Zubettgehen. Dies kann im Extremfall zu Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen führen. Außerdem können Symptome ähnlich dem des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADS) auftreten. Die Strahlung kann Depressionen, Konzentrationsstörungen und schlechte schulische Leitungen nach sich ziehen.
Die Ergebnisse der Studie
Die Studie wurde von schwedischen und amerikanischen Wissenschaftlern mit 35 Männern und 36 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren durchgeführt. Einige Personen wurden vor dem Schlafengehen einer Strahlung ausgesetzt, die exakt der von Mobiltelefonen im Betrieb entspricht. Bei diesen Personen dauerte es länger, bis sie die tieferen Schlafphasen erreicht hatten und sie blieben kürzer in der Tiefschlafphase als die Personen der Vergleichsgruppe, die keiner Strahlung ausgesetzt gewesen waren. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass Schlafkomponenten, die wichtig für die Erholung von der täglichen Belastung sind, durch Handystrahlung "nachteilig beeinflusst" werden. Der Leiter der Studie, Bengt Arnetz von der Wayne State University in Michigan, schreibt Mobiltelefonen "einen messbaren Einfluss auf das Gehirn" zu.
Studie bestätigt ältere Ergebnisse
In einer vorhergehenden Untersuchung wurden 1656 belgische Jugendliche über ein Jahr begleitet, von denen die meisten ihre Mobiltelefone noch nach dem Zubettgehen benutzten. Bei Jugendlichen, die dies einmal in der Woche taten, lag die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich "sehr müde" fühlten, dreimal so hoch wie bei denen, die das Telefon nachts nicht mehr verwendeten. Bei Jugendlichen, die dies noch häufiger taten, war die Wahrscheinlichkeit sogar fünfmal so hoch.
Bengt Arnetz vermutet, dass Handystrahlung das Stress-System des Gehirns aktivieren könnte. Dadurch seien die Personen wachsamer und konzentrierter. Die Fähigkeit, abzuschalten und einzuschlafen, lasse nach. Schlafwissenschaftler bestätigen, dass alles, was den ununterbrochenen Schlaf störe, sich nachteilig auf die Körperfunktionen während des Tages auswirke. Dies könne sich durch schlechte Laune oder Konzentrationsschwierigkeiten äußern und bei Kindern zu Hyperaktivität und Verhaltensproblemen führen. CK
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